Aktuelle Berichte und Bilder

Am Patrozinium Reiden stand zwei «Johannes» im Mittelpunkt
Menschen mit Charakter

Am Sonntag, 25. Juni feierte die Pfarrei Reiden-Wikon das Patroziniumfest zu Ehren des Kirchenpatrons Johannes der Täufer. Gedankt wurde dabei auch Johannes Pickhardt, Religionspädagoge, der sein 20 Jahre Jubiläum feierte. Speziell begrüsst wurden die Neuzuzüger, welche der persönlichen Einladung zum Fest folgten.

Pastoralassistent Mütel beschrieb Menschen mit Charakter als diejenigen, welche eine eigene Meinung haben und dafür einstehen. Als solche, die nicht nur sich selber sehen, sondern auch die Bedürfnisse und Wünsche anderer und sich dafür einsetzen. Ihr Fähnlein hängt nicht einfach im Wind. Nein, sie stehen auch dann für ihre Überzeugung ein, wenn es unbequem wird. «Johannes der Täufer, dessen Festtag wir heute feiern, war so jemand», sagte Mütel den Gottesdienstbesuchern und erzählte ihnen aus dem Leben und Wirken des Kirchenpatrons. Der Name Johannes – Hebräisch Jochanan – bedeutet: «Gott ist gnädig». Nach dem Motto: «Nomen est omen» war der Name, in diesem Fall, gleichzeitig Prophezeiung und Auftrag.

Johannes zum Zweiten...
Johannes Pickhardt ist seit 20 Jahren als Religionspädagoge in der Pfarrei Reiden-Wikon tätig. Pfarrer Platuński gratulierte dem Jubilar im Namen der ganzen Kirchgemeinde. «Nur jemand wie du, der Kompetenz und Spass an der kirchlichen Arbeit hat, erreicht so gute Ergebnisse.», lobte der Pfarrer und meinte weiter: «Kürzlich las ich ein Zitat (Konfuzius): <Wähle einen Beruf, den du liebst und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.> Den Beruf, welchen du liebst, bieten wir dir mit Freuden noch lange an.»

Der Ökumenische Chor Reiden, unter der Leitung von Walter Ziörjen, begeisterte mit feierlichem Gesang. Begleitet wurde der Chor von Bruno Kaufmann an der Orgel.

Im Anschluss konnten sich die Kirchgänger in der Festwirtschaft hinsetzten, sich an feinen Grilladen, knackigen Salaten und einem von den Ministranten organisierten - ach so verführerischen - Dessertbuffet erfreuen. Die Zeit verflog schnell beim gemütlichen Zusammensein und lobende Worte erfreuten die Herzen aller Mitwirkenden.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Fronleichnamsprozession
Im Freien «auf dem Weg»

An Fronleichnam feierte die Pfarrei Reiden-Wikon den Gottesdienst nicht in der Kirche, sondern im Freien. Sie setzte ein Zeichen und trug das Kostbarste, das ihr anvertraut ist, in die Öffentlichkeit: die heilige Eucharistie.

Um 09.30 trafen sich die Brass Band der Musikgesellschaft Reiden unter der Leitung von Thomas Arnold, die diesjährigen Erstkommunikanten und zahlreiche Gläubige auf dem Parkplatz beim APZ Feldheim Reiden. Pfarradministrator Jarosław Płatuński und Pastoralassistent Mathias Mütel sorgten gemeinsam für die Feierlichkeiten.

Jesus: Unser Weg
Mathias Müttel baute in seine Predigt das Motto der diesjährigen Erstkommunion «Jesus: Unser Weg» mit ein. «Menschen gehen auf die Strasse, machen auf etwas aufmerksam und zeigen, dass sie sich dafür mit ganzer Kraft einsetzten. Auch wir gehen heute mit der Monstranz auf die Strasse. Vielleicht haben die vielen Menschen hier unterschiedliche Gründe dafür. Aber ein Grund kann sein: Jesus ist mir wichtig.», sagte er. Weiter signalisierte er, dass jeder Mensch eine einmalige Berufung hat, durch die er die Welt mitgestalten kann.
Die Erstkommunikanten übernahmen das Lesen der Lesung, Besinnung, Fürbitten und sangen Lieder.

Vor und hinter den Kulissen
Die tatkräftige Mitgestaltung vieler Menschen verlieh der Fronleichnamsprozession, welche unter den Klängen der MG Reiden vom APZ Feldheim zum Schulhaus Pestalozzi führte und in der Kirche endete, einen sehr feierlichen Rahmen. Pfarrer Płatuński bedankte sich beim APZ Feldheim für die Gastfreundschaft und bei allen Mitwirkenden für die wertvolle Arbeit.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Feldgottesdienst bei der Pfadihütte Reiden

Am Sonntag, 11. Juni, fand der Pfarreigottesdienst der katholischen Kirche um 11.00 unter freiem Himmel bei der Pfadihütte statt. Die Pfadfinder gestalteten den Gottesdienst mit, indem sie die Lesung und selbstformulierte Fürbitten vortrugen. Im Predigtwort ging Pastoralassistent Mathias Mütel auf die Bedeutung an einen dreifaltigen Gott, der selbst Beziehung ist, zu glauben für unser Leben in der Familie, im Freundeskreis oder auch in der Pfadi ein. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst mit Handharmonika-Klängen. Anschliessend standen die zahlreichen jungen und alten Gottesdienstbesucher noch bei einem Aperò zusammen.

Text: Mathias Mütel
Bilder: Johannes Pickhardt

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Pfarreiwallfahrt ins Flüeli Ranft
Träume des Lebens

Im Rahmen des 600-Jahre-Jubiläums von Niklaus von Flüe führte die Pfarreiwallfahrt zum heiligen Bruder Klaus, dem Patron der Kirche in Wikon, ins Flüeli-Ranft. 53 Personen der Pfarreien Reiden-Wikon, Langnau und Richenthal genossen am 10. Juni einen sowohl besinnlichen wie geselligen Tag.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński hielt in der unteren Kapelle im Ranft eine Eucharistiefeier. Thema war «Träume des Lebens.» In der Einführung und der Lesung wurde der Traum einer lebendigen Kirche angesprochen. Ein Leib aus vielen Gliedern, in dem Jung und Alt untereinander und mit Gott verbunden ist. Wer diesen Traum hat, fand Ermutigung in den Worten: «Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn aber viele gemeinsam träumen, dann ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.» In der Predigt stand das Wort LEBEN mit Gedanken zu seinen Einzelbuchstaben im Mittelpunkt. L =Lieben lernen; E=Entdeckung; B=Beten und Beziehung; E=Erkennen; N=Nächstenliebe.

Nach dem Gottesdienst fand ein gemeinsames Mittagessen statt. Die Zeit bis zur Rückfahrt stand zur individuellen Gestaltung frei. Ja, an diesem Ort, der auf einer Anhöhe auf 728 m ü. M. am Eingang des Melchtals liegt und sich von seiner sonnigsten Seite zeigte, fand jedermann den richtigen Platz zum Geniessen.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Pfingstgottesdienst vom 04.06. in der Kirche Reiden
Der Heilige Geist als Integrationshelfer

Mit dem Pfingstfest wurde in der Kirche Reiden das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert. Pfarradministrator Jarosław Płatuński führte die zahlreich erschienen Besucher durch den Gottesdienst. Auf der Empore erklangen souverän die Töne des Holzbläserensemble Più Legno der Musikschule Reiden. Diese Formation steht unter der Leitung von Christina Wyss. Abgerundet wurde die musikalische Begleitung durch den Organisten Bruno Kaufmann. Allen Mitwirkenden der Feierlichkeiten wurde der Einsatz mit Worten und grossem Applaus verdankt.

Das Pfingstfest wird am 50. Tag des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, begangen. Mit dem Pfingstsonntag endet der Osterfestkreis und das Licht der Osterkerze erlischt. Dadurch wird symbolisch ausgedrückt, dass das Feuer der Osterkerze nun durch den Heiligen Geist in den Herzen weiter brennt. «Der Heilige Geist als Integrationshelfer! Das wäre ein Pfingstwunder, nach dem Geschmack der Menschen von heute.» begann Pfarrer Płatuński seine Predigt. Er beschrieb ihn als Helfer, der das wechselseitige Unterfangen des sich Kennenlernens und das Verständnis füreinander unterstützt. Einer der aufmuntert Grenzen zu überwinden, damit die Hautfarbe, eine andere Sprache oder Kultur keine Bedrohungen, sondern eine Bereicherung sind. Denn wo Menschen die Gräben im Denken überwinden und sich immer mehr verstehen, gewinnt das Leben ungeahnte Dimensionen. Pfarrer Płatuński betete zum Schluss: «Komm Heiliger Geist und verändere diese Welt, aber mache nicht, dass sich die anderen einfach uns anpassen. Lass uns wirklich aufeinander zugehen. Und fange bei uns an!»

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Gottes Antwort auf den Turmbau zu Babel ist das Pfingstereignis

Am Samstag, den 3. Juni 2017, wurde um 17.00 der Vorabendgottesdienst des Pfingstfestes in der Bruder-Klaus-Kirche in Wikon gefeiert. Der wunderschöne musikalische Rahmen wurde von Leona Hofmann an der Querflöte und Monika Luternauer an der Orgel verantwortet. Im Predigtwort deutete Pastoralassistent Mathias Mütel das Pfingstereignis als Gottes Antwort auf den Turmbau zu Babel.

Ist der Turmbau zu Babel biblisch gleichsam «der zweite Sündenfall» der Menschen, so ist die Konsequenz der Sünde, dass die innere Einheit der Menschheit zerstört wird, weil die Menschen sich nicht mehr verstehen und sich infolgedessen auf der Erde zerstreuen.

Das Pfingstereignis stellt in der Kirche die innere Einheit der Menschheit wieder her.

Die Erzählung vom Turmbau zu Babel ist heute noch hochaktuell, insofern in der Welt nach wie vor ein grundlegendes Nicht-Verstehen herrscht. Das gilt nicht nur für die interkulturellen Konflikte, sondern auch für das Nicht-Verstehen in der Gesellschaft wie z.B. zwischen den Generationen oder zwischen den sozialen Schichten. Die Aufgabe der Kirche insgesamt und der einzelnen Christen sei – so der Pastoralassistent –, die soziale und kulturelle babylonische Sprachverwirrung, die sich z.B. im Nicht-Verstehen zwischen den Generationen, den sozialen Schichten oder den verschiedenen Kulturen äussert, zu überwinden. Dann kann die Kirche «in Christus gleichsam das Sakrament, das heisst Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit» (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution: ‚Lumen Gentium’, 1,3) werden.

Text: Mathias Müthel, Bilder: zvg

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Bittgang von Reiden nach Wikon

Die Tage vor dem Fest Christi Himmelfahrt nennt man auch Bitt-Tage. Bitt-Tage machen deutlich, dass der Mensch bei allem, was er in der Welt tut, in Gottes Hand geborgen ist, mit Gottes Hilfe rechnen darf.

Am Mittwoch, 24. Mai versammelten sich zahlreiche Personen der Pfarreien Reiden-Wikon, Langnau und Richenthal auf dem Platz vor der Kirche Reiden. Unter der Führung von Angelika Naydowski traten sie den Bittgang nach Wikon an. An drei Stationen wurden Fürbitten gehalten, gebetet und Lieder gesungen. Diese galten nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für jede Arbeit. So durften sich auch alle, die in Industriebetrieben, Verwaltungsgebäuden und Dienstleistungsunternehmen beschäftigt sind, mit einbezogen fühlen. Gedacht wurde aber auch den Menschen, die Arbeit suchen oder in Not sind. Kurz vor 18.00 Uhr fand der Weg in der Kirche Wikon sein Ende. Hier trafen sich Bittgänger und Gottesdienstbesucher zur gemeinsamen Feier.

Sich um die Mitte kümmern

Pfarradministrator Jarosław Płatuński baute seine Predigt auf der Frage «Was ist eigentlich wichtig?» auf. Es gibt viele Antworten, wie der soziale Frieden, die Wirtschaft, die Verteilung der Rohstoffe oder das Klima und der Schutz der Natur. Auch die Kirche kennt diese Frage. «Die Antwort geben wir jetzt.» betonte Płatuński und führte auf, dass im Gottesdienst die Worte Jesu aus der Bergpredigt «Euch aber muss es zuerst um das Reich Gottes und um seine Gerechtigkeit gehen.» verwirklicht werden. Der Pfarradministrator sagte weiter: «Dieses <Euch aber> lässt aufmerken. Christen kennen das <aber>. Dieses <aber> bezeichnet das Vorrangige. Unser Glaube hat eine Mitte und ein Gesicht: Jesus Christus. Kirche Sein lebt ganz wesentlich vom Glauben. Hier haben wir die Mitte, den Ausgangs- und Zielpunkt. Sind wir uns dessen bewusst, dann können Programme entwickelt und Projekte ins Leben gerufen werden.»

Die Pfarrei erfreute sich an den rund 80 Gäste. Diese wurden mit feinen Grilladen und Getränken verwöhnt. Keine Wurst blieb übrig an diesem warmen Abend in fröhlicher Gemeinschaft.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Den Glauben ins Spiel gebracht und Prioritäten gesetzt
Vieles ist wichtig, aber nicht alles ist gleichzeitig leistbar!

Was hält eine Pfarrei lebendig? Mit diesem Thema beschäftigten sich die Pfarreien Langnau, Richenthal und Reiden-Wikon. während acht Monaten. Im feierlichen Abschlussgottesdienst vom vergangenen Sonntag präsentierte Pfarradministrator Jarosław Płatuński einen kurzen Rückblick. Zielsetzung war auch die Bildung eines Beratungsgremiums. Dieses soll die Seelsorge bei der Arbeit an der Zukunft als Kirche von heute unterstützen. Das vierköpfige Gremium wurde vorgestellt und von den Gottesdienstbesuchern mit Applaus begrüsst.

Sieben Mal trafen sich Angehörige der Pfarreigebiete Langnau, Reiden, Richenthal und Wikon zur Veranstaltungsreihe «Den Glauben ins Spiel bringen». Dabei ging es um die Zukunft als Kirche von heute und die damit verbundenen Folgen für die Seelsorge. Das Seelsorgeteam verarbeitete die Erkenntnisse aus dem Concilium und zog daraus seine Schlüsse. Diese wurden den Besuchern am 07. März vorgestellt, diskutiert und angepasst. Am 5. April trafen sich die vier Personen des Beratungsgremiums mit dem Seelsorgeteam. Unter der Moderation von Helmut Agustoni wurde der Entwurf des Schlussdokumentes mit den Teilnehmenden bereinigt. Das Heft «Den Glauben ins Spiel bringen». Ergebnis des Pfarreien Concilium 2016/2017 liegt nun vor und wurde an die Gottesdienstbesucher abgegeben. Zwei Teilnehmer verdankten den unermüdlichen Einsatz von Pfarradministrator Płatuński. Angelika Naydowski hob hervor: «Mit Ihrer Initiative zu diesem Concilium haben Sie uns ein Feuerwerk an Einblicken in den christlichen Glauben ermöglicht. Uns ist in diesen acht Monaten klar geworden, dass ein Seelsorger alleine keine lebendige Gemeinschaft schaffen kann. Es liegt an jedem einzelnen von uns die Gemeinschaft aktiv zu gestalten, zu fördern und zu leben.» Helmut Agustoni, Moderation bei den Veranstaltungen, erfreute sich an der Tatsache, dass Menschen, die den Zugang zur Kirche verloren hatten, über die Form der Veranstaltungsreihen, dem Glauben wieder einen Schritt näher gekommen sind. Man war sich einig, mit dem Abschlussgottesdienst einen wichtigen Meilenstein gesetzt zu haben. Nun kann die Umsetzung beginnen.

Pfarradministrator Płatuński ehrte am Muttertag auch alle Mütter und mütterlichen Frauen mit den Worten: «Alle Frauen, die ihr Frausein, ihre Mütterlichkeit und Menschlichkeit anderen schenken, tragen dazu bei, dass in der heutigen Zeit Wärme, Geborgenheit und Zärtlichkeit besonders spürbar und erfahrbar werden.»

Ein besonderer Genuss bot die musikalische Begleitung von Yara Schiefl, Querflöte und Walter Ziörjen, Orgel.

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Das neue Beratungsgremium. von links: Vreni Vogel, Richenthal,
Angelika Naydowski, Wikon, Agnes Bossert, Langnau,
Adrian Meyer, Reiden.

Ihre Hautaufgaben:
›  Bindeglied zwischen den Pfarreiangehörigen und dem Seelsorgeteam
›  Mitwirkung bei Prioritätensetzung und Jahresplanung.

Was war der Ansporn dem Gremium beizutreten?

Vreni Vogel: «Es ist mir ein Anliegen, dass Menschen ihren Glauben weiter leben.»
Angelika Naydowski: «Mir ist es wichtig, die Kinder und Jugendarbeit aktiver anzugehen.»
Agnes Bossert: «Ich möchte neue Ideen einbringen»
Adrian Meyer: «Mir fällt auf, dass immer weniger Menschen in die Kirche gehen. Ich möchte die Leute motivieren, den Weg dahin zu finden.»

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Firmung unter dem Motto: «Geistreich»

Ehren-Domherr Jakob Zemp spendete am Wochenende vom 6. und 7. Mai 35 Fünft- und Sechstklässlern das Sakrament der Firmung.
Zum Thema: «Geistreich» sagten die Jugendlichen ja zum Glauben und baten um die Stärkung des Hl. Geistes.

In einem Sprechspiel erzählten einige Firmlinge von Situationen, wie es jungen Menschen gehen kann, z. B. dass jemand in der Schule von den Mitschülern geärgert wird; dass man Zweifel am Glauben hat oder, dass man fremd ist und sich nicht richtig wohlfühlt am neuen Ort. Dann aber brachten sie den Heiligen Geist ins Spiel und erzählten erneut, wie man die jeweiligen Situationen lösen kann.

Ehren-Domherr Jakob Zemp ging in seiner Predigt darauf ein, indem er es mit dem allbekannten, aber nicht negativ gemeinten Satz, auf den Punkt brachte: «Lappi, mach d`Auge uf». Gemeint ist die Situation, wenn wir etwas suchen, es nicht finden, es aber direkt vor Augen, bzw. zumindest in unserer Nähe ist. So sei es auch mit dem Heiligen Geist, den wir nur «zu greifen» brauchen, der ebenfalls immer bei uns ist. Mit dieser Zuversicht und mit diesem Vertrauen, können und dürfen wir getrost in die Zukunft blicken, auch wenn und gerade wenn das Leben wieder mal etwas schwer auf unseren Schultern lastet. Gestärkt durch den Heiligen Geist können wir dann sagen: «Kopf hoch»!!!

Umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst von den Organisten Monika Luternauer und Bruno Kaufmann, sowie von den jungen Sängerinnen der Musikschule unter der Leitung von Lea Fries.

Abgerundet wurde der Anlass durch ein Apèro, mit muskalischer Unterhaltung durch die Musikgesellschaft Reiden.

Text: Johannes Pickhardt

Impressionen aus Wikon: Bilder von Andrea Arnold, Fotografin

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Impressionen aus Reiden: Bilder von Viktoria Meier, Fotografin

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Episches Bühnenstück über Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus, aus dem Blickwinkel seiner Frau Dorothea begeisterte das Publikum in Wikon.
«Mensch Klaus»

Der Pfarrei Reiden-Wikon liegt das 600 Jahre Jubiläum ihres Kirchenpatrons Bruder Klaus sehr am Herzen. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr war das am 5. Mai aufgeführte Bühnenstück «Mensch Klaus» aus der Feder von Regisseur Hans Golling. Golling stellte nicht Bruder Klaus, sondern dessen Frau Dorothea in den Mittelpunkt der Handlung. Bot den Zuschauern Einblick in die Ehe, das Leben und Wirken aus der Sicht seiner Frau Dorothea, die in ihm vor allem den «Mensch Klaus» sah. Am Ende der Aufführung war klar, dass aus Niklaus von Flüe ohne die tiefe Liebe, Stärke und innere Zufriedenheit seiner Dorothea, nie Bruder Klaus geworden wäre.

Mit «Mensch Klaus» ist Hans Golling, Betriebswirtschafter, Amateurschauspieler aus Wikon, ein gelungenes Werk über Bruder Klaus aus weiblicher Perspektive gelungen. Auslöser dafür war ein Gespräch mit Pfarradministrator Jarosław Platuński über den Kirchenpatron von Wikon. Nach Angaben des Regisseurs beruhen 90 Prozent des Stücks auf historischen Fakten. Dorothea von Flüe, geborene Wyss wurde von Hanni Golling gespielt. Mit ihrer einfühlsamen Art, unterstrich sie die Rolle der Dorothea auf besondere Weise. Hans Golling selber übernahm den Part von Adrian von Bubenberg, der sich als Geist frei durch Zeit und Raum bewegen konnte, was ihm erlaubte, nicht nur seine Erlebnisse als Freund und Vertrauten von Bruder Klaus in den Dialog mit Dorothea einzubauen, sondern auch in die Zukunft zu schauen. Die Inszenierung wurde mit mittelalterlicher Musik untermalt. Hanspeter Merz spielte Drehleier, Ingrid Merz Gitarre.

Die starke Frau hinter dem starken Mann

Dorothea war 15 Jahre alt gewesen, als sie den doppelt so alten Niklaus von Flüe 1446 heiratete. Zehn Kinder hatten die beiden. Seine Familie verliess er mit dem Einverständnis seiner Frau, um dem Ruf Gottes zu folgen und fortan als Eremit im Ranft in der Melchaa-Schlucht zu leben, einen Steinwurf von seinem Haus entfernt. In Dorotheas Selbstgespräch und später im Dialog mit Adrian von Bubenberg wurden das unerschütterliche Vertrauen, Respekt und die Kraft an etwas zu glauben, was auf den ersten Blick nicht verständlich oder sichtbar ist aufgezeigt. Wie durch die Fähigkeit Dinge anzunehmen so wie sie sind, Ängste und Zweifel in den Hintergrund. Dorothea brachte dies mit dem Satz: «Die Zeit mit Klaus hat mich gelehrt, dass vieles möglich ist, wenn Gott so will.» sehr schön auf den Punkt. Die Höhen und Tiefen ihrer Liebe wurden aufgezeigt. Momente in denen sie an ihrer Ehe zweifelte. Aber auch die tiefe innige Weise der Verbundenheit spürte, wenn Dorothea ihn im Ranft besuchte. Die seelische und geistige Liebe hatte die sinnliche abgelöst. «Ja ein aussergewöhnlich guter Mensch», meinte auch Bubenberg und fuhr fort «Er hat aus meiner Sicht das Wesentliche des Menschseins erfühlt und erarbeitet. Erst das liess ihn zum gefragten Mittler oder wie in späteren Zeiten gesagt wird, zum Mediator werden.» Bruder Klaus ist im Jahre 1947 von der Katholischen Kirche zum Heiligen erkoren worden. Zu dem Zeitpunkt wird auch seine Frau Dorothea Wyss als zu heiligende erwähnt.

Nach der Aufführung mischten sich die Schauspieler und Musiker beim Apéro unter die Gäste. Viele lobende Worte waren zu hören.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Frauen Reiden: Generalversammlung stimmte der Wahl von Susan Ricks als neue Co-Präsidentin zu
Frauen die am selben Strick ziehen

An der Generalversammlung vom 3. Mai feierten die Frauen Reiden ihr 5 jähriges Jubiläum.
Der an der Gründungsversammlung präsentierte lange, prächtige Strick ist nach wie vor das Sinnbild für den Verein. Frauen die zusammen, jede mit ihrer individuellen Art, an einem Strick ziehen. Dabei Begegnungen ermöglichen, Solidarität pflegen, Verantwortung mittragen, Frauen fördern, begleiten und durch Kurse und Vorträge unterhalten.

Die Co-Präsidentinnen Verena Marfurt und Regina Schneider begrüssten 111 Mitglieder, 10 Gäste sowie verschiedene Delegationen, Die Clowns Marianne Kaul und Beatrice Christen sorgten für Lacher. Nach dem offerierten Nachtessen wurden die statuarischen Geschäfte speditiv erledigt. Der Jahresbericht zeigte die vielseitigen Aktivitäten nochmals auf. Sehr begehrt war das abwechslungsreiche Kursprogramm vom Ferien(s)pass, das rund 350 Kindern Platz bot. An den Jass Nachmittagen hatten die Senioren, die mithalfen, genau so grossen Spass wie die Kinder. Die erste Teilnahme mit der Guezlibar am Weihnachtsmarkt in Reiden war sehr erfolgreich. Seit diesem Sommer ist im Aufbahrungsraum, Friedhof Reiden, das Wandbild von Isabelle Hadorn, Dipl. Restauratorin, Konservatorin und Vorstandmitglied der Frauen Reiden, zu sehen. Für diesen Ort der Stille hat die Künstlerin ein schlichtes Bild gewählt. Die Malerei soll den Beobachter zur Meditation und zum Nachdenken anregen. Der Verein spendete das Wandbild der Gemeinde Reiden. Im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder trug Pfarradministrator Mathias Mütel einen besinnlichen Text vor. Die Jahresrechnung schloss mit einem Mehrertrag von Fr. 772.29 ab.

Wahlen und Verabschiedungen

Im Vorstand gab es Änderungen zu verzeichnen. Nach dem angekündigten Rücktritt der Co-Präsidentin Verena Marfurt zur GV 2017 wurde Susan Ricks an der GV 2016 als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Frau Ricks konnte sich während eines Jahres mit den Aufgaben des Vereins vertraut machen und stellte sich zur Wahl. Die Versammlung stimmte zu und begrüsste sie mit Applaus. Grosses Lob erhielt Verena Marfurt für ihre zielstrebige Arbeit. Sie bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit und meinte: «Die insgesamt 22 jährige Vorstandserfahrung im Reformierten Frauenverein Reiden und Umgebung und nun bei den Frauen Reiden haben mich im Privatleben wie auch im Beruf weitergebracht. Ich kann es jedem nur empfehlen.» Frau Marfurt wird dem Vorstand weiterhin erhalten bleiben. Sie übernimmt das Amt der demissionierten Aktuarin Brigit Spiegelberg. Der restliche Vorstand liess sich in gleichbleibender Besetzung wiederwählen. In den verschiedenen Ressorts gab es ebenfalls Ab- und Neuzugänge. Erfreulich ist, dass die Lücken in den Ressorts immer wieder so gut gefüllt werden können.

Weiterhin lebendig und farbig bleiben

Das neue Jahresprogramm wurde vorgestellt. Wie immer zeigt es sich abwechslungsreich, kreativ und Neues findet Platz. Geneviève Durrer, Zentralverband EFS (Evangelische Frauen Schweiz), würdigte die breitgefächerten Tätigkeiten des Vorstandes, der Ressortleiterinnen sowie den Helferinnen in ihrer Ansprache an die Versammlung. Nach dem geschäftlichen Teil lud das bunte Dessertbuffet aus selbstgemachten Köstlichkeiten zum Schlemmen ein. Der Erlös wird zum grössten Teil an den von Marianne Kneubühler vorgestellten Verein «Parasolka» gespendet. Als kleines Präsent erhielten alle eine Topfblume. Sie erinnert daran, weiterhin lebendig und farbig zu bleiben.

Alle Informationen zu Frauen Reiden finden Sie unter www.frauenreiden.ch

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Jede Religion ist falsch, die in ihrem Glauben nicht einen Gott als Grund aller Dinge verehrt.

Pascal,
Gedanken, Kennzeichen der wahren Religion


Wichtige Information zur Firmung

Im Schuljahr 2017/2018 werden
die 6.-Klässler aus Reiden
am Sonntag, 22. April 2018 gefirmt.
Das Sakrament der Firmung spendet Domherr Roland Häfliger.

Die einen oder anderen von Ihnen haben bereits gehört, dass dies bald nicht mehr so sein wird.
Ja – im nächsten Schuljahr ist also zum letzten Mal eine Firmung für die Primarschüler.
Dann findet ein Wechsel statt. Jene Kinder und Eltern, die direkt betroffen sind, werden zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Brief informiert!
Wir sind überzeugt, dass dies ein richtiger und notwendiger Schritt für die Zukunft sein wird.
Das Seelsorgeteam und die Katechetinnen

Firmung 17+
Die nächste Firmung findet dann für die jungen Erwachsenen frühestens mit 17 Jahren statt.
Daher auch die Bezeichnung für dieses Firmalter: Firmung 17+.

Verschiedene Gründe haben uns zu diesem Entscheid bewogen, z.B.:

• Wir finden, dass die Kinder für diesen Entscheid zu jung sind, denn die Firmung bedeutet das eigene «Ja-Sagen» zur Taufe. Die Jugendlichen können selber entscheiden, ob sie dieses Sakrament überhaupt empfangen wollen.

• Die Jugendlichen werden für die Vorbereitung auf dieses Sakrament hin ganz persönlich von der Kirche bzw. von der Pfarrei angesprochen. So kann auch wieder ein Bezug zur Kirche geschaffen werden.

• Zudem berichten jene Pfarreien, die den Wechsel bereits vollzogen haben, von überwiegend positiven Erfahrungen.