Archiv 2. Halbjahr 2019

Verabschiedung der Organistin Monika Luternauer

Nach 27 Jahren im Amt als Organistin trat Monika Luternauer in den Ruhestand. Mit Leib und Seele brachte sie in den Kirchen Reiden und Wikon die Orgel zum Klingen.

Im Gottesdienst vom 28. Dezember verdankte ihr Pfarradministrator Płatuński die regelmässigen Einsätze als Organistin und die achtjährige Tätigkeit in der Musikkommision der Kirchgemeinde Reiden-Wikon. Hier koordinierte sie unter anderem die Einsätze der Musikschule Reiden bei verschiedensten kirchlichen Anlässen. «Hinter dir liegen unzählige Stunden, die du mit üben an der Orgel verbracht hast. Wir beide haben viele Gottesdienste zusammen gestaltet.», sagte er und schloss mit den Worten: «Ich denke mit grosser Freude und Dankbarkeit daran zurück und freue mich für dich, über den wohlverdienten neuen Lebensabschnitt».

Beim anschliessenden Apéro sprach Markus Husner im Namen der Katholischen Kirchgemeinde einen herzlichen Dank für die Treue und die musikalische Bereicherung aus. Er beschrieb das Wirkten von Monika Luternauer mit den Worten: «Organistin zu sein war für dich aus meiner persönlichen Sicht nicht nur dein Beruf, sondern auch deine Berufung. Du hast es immer wieder verstanden, zu einem Anlass passende Kompositionen auszuwählen und diese hervorragend gespielt. Den dafür erhaltenen Applaus war dir von Herzen zu gönnen.»

Text : Beatrix Bill
Bilder: zvg

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Heilig Abend in den Kirchen Reiden und Wikon
Der Weihnachtsstern erreicht die ganze Welt

 Am Heilig Abend führten Kinder und Jugendliche aus Reiden und Wikon in den Familiengottesdiensten der jeweiligen Kirchen das Krippenspiel «Der Stern von Bethlehem» auf. Sie begeisterten Gottesdienstbesucher jeden Alters mit ihren gelungenen Auftritten.

Die Geschichte vom Weihnachtsstern, der vor mehr als 2000 Jahren Hirten und Könige zur Krippe in Bethlehem führte, hat die ganze Welt erreicht. Gottes Sohn ist Mensch geworden, um die Welt zu verändern. Jesus sagte und zeigte wie in Ehrfurcht und Frieden miteinander gelebt werden kann und wie jeder für jeden ein Geschenk sein kann. Seine damals neuen Gedankenansätze gelten bis heute. Deren Umsetzung liegt bei jedem einzelnen selbst.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński beschrieb Weihnachten als die Erfüllung des Traumes, den Gott für uns Menschen hat. Dies tat er anhand einzelner Betrachtungen aus der Weihnachtsgeschichte. Er sagte: «So manches, dass wir uns selbst ausmalen oder erhoffen, wird nicht erfüllt. Der eigene Traum vom Glück scheint zu Ende zu sein, bis von Gott her etwas Neues und unfassbar Grösseres offenbart wird.»

 In Reiden beschenkte Organist Bruno Kaufmann die Anwesenden mit seinem musikalischen Können. Das Bläsertrio Familie Djoukeng und die Organistin Daniela Erni taten dies in Wikon. Die Katecheten Christine Kaufmann und Johannes Pickhardt leiteten das Krippenspiel in Reiden. Angelika Naydowski war mit Michaela Tschuor in Wikon im Einsatz. Applaus, leuchtende Augen sowie viele gesegnete Weihnachtswünsche setzten den Feiern ein besinnliches Ende.

Text und Bilder: Beatrix Bill

Impressionen aus Reiden:

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Impressionen aus Wikon:

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Friedenslicht 2019

Am Sonntag, 15. Dezember versammelten sich viele Personen, Jung und Alt, von nah und fern, vor der katholischen Kirche in Reiden, um das Friedenslicht zu empfangen und weiterzugeben. Das Friedenslicht, das direkt von Bethlehem bis nach Luzern gebracht wurde, wurde von der Pfadi bis nach Reiden überbracht.

Vor der Kirche betrachtete man die offenen Fenster vom Adventskalender, die wie jedes Jahr wieder ganz toll gestaltet wurden und so die vorbeigehende Bevölkerung bereichert.

Wer noch Zeit hatte, ging mit ins Pfarreizentrum, wo man bei Nüssli, Mandarinen und einem warmen Getränk, der Geschichte von Simone Steiner über Simon mit den vier Lichtern zuhörte und sich mit den anderen in gemütlicher Runde unterhielt.

Der Anlass wurde von der reformierten und katholischen Kirche organisiert.

Text und Bilder: Johannes Pickhardt

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Lichterfeier der Primarstufen in Wikon und Reiden

Am 10. und 11. Dezember bereiteten die Katechetinnen Erika Bättig, Helene Bühler, Christine Kaufmann und Simone Steiner die ökumenischen Lichterfeiern vor. Im Zentrum stand das Licht.

Die Heilige Luzia (Lichtträgerin) war Lichtbotschafterin und Begleiterin durch die ganze Liturgie. Sie brachte Licht in die Welt und verwiess auf das grosse Licht, das an Weihnachten kommt. Auf Jesus Christus, das Licht der Welt. Es ist aber nicht immer leicht auf dieses Licht zu vertrauen, denn es ist oft dunkel und düster in unserer Welt.

Kerzenlicht

«Manchmal fühle ich mich wie ein Licht. Wie eine Kerze, die im Dunkeln leuchtet. Ich habe genug Wachs, um zu brennen. Aber mit meiner Flamme habe ich es oft schwer. Kommt ein Luftzug oder ein stärkerer Wind, dann flackere ich, dann werde ich unruhig und habe Angst, im nächsten Augenblick zu erlöschen. Manchmal brenne ich aber auch hell. So hell, dass das Dunkel um mich ein bisschen heller und wärmer und freundlicher wird. Manchmal ist meine Flamme gross und stark. Manchmal ist sie winzig klein. So klein, dass sie kaum noch zu sehen ist. So klein, dass sie fast erloschen ist. Guter Gott, schenke mir Kraft, wenn die kleine Flamme ganz winzig wird und angstvoll flackert, wenn es immer dunkler und kälter wird. Mach mich so stark, dass ich wieder aufflackern kann, wieder gross und hell werden darf. Hilf mir, Gott, dass ich weiter brennen kann. Hilf mir, Gott, dass ich für dich brennen kann».

Nach einem ausgiebigen Frühstück (köstliche Marmelade, Butter, Brot, Kakao…), das die Helferinnen vorbereitet hatten, konnten die Kinder gestärkt in die Schule gehen.

Text: ja

Impressionen aus Reiden:

Bilder: B. Bill

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Impressionen aus Wikon:

Bilder: zvg

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 Mit Freude im Einsatz

Im Gottesdienst vom 8. Dezember zog der Samichlaus mit seinem Helfer an der Seite von Pfarradministrator Jarosław Płatuński und den Ministranten in die Kirche Reiden ein. Dies erfreute nicht nur die Kinderschar, nein, auch die Erwachsenen lauschten gespannt seiner Erzählung. Hans Eigensatz stand zum letzten Mal als Lektor am Ambo.

Dass der Samichlaus sich inmitten einer Kinderschar wohl fühlt, zeichnete sich im Gottesdienst sehr schnell ab. Lebhaft berichtete der Bischof Nikolaus, wie er seinen unentbehrlichen Helfer kennenlernte, was ihre Begegnung so wertvoll machte und weshalb sein treuer Freund den Namen «Schmutzli» bekam. Er plauderte mit den Kindern und ein Mädchen verriet ihm sogar ihr Samichlausversli.

30 Jahre Lektorendienst

Der Dienst versteht sich als Beauftragung, die Lesungen der Heiligen Schrift, Fürbitten und Psalmen vorzutragen. LektorInnen lesen nicht irgendetwas vor, sondern leihen gleichsam ihre Stimme Gott, der nicht sichtbar, aber doch mitten in der Gemeinde anwesend ist. Pfarrer Płatuński verdankte und verabschiedete Hans Eigensatz mit den Worten: «Mit deinem Einsatz in den letzten 30 Jahren hast du etwas Wesentliches gemacht. Deine Freude, dein immer perfektes Auftreten hat die Liturgie in ihrer Würde bestärkt. Dafür wollen wir dir heute ein herzliches Vergelt’s Gott sagen.»

Die Besucher verdankten alle Mitwirkenden mit kräftigem Applaus und liessen sich den Heimweg mit den Gaben vom Samichlaus versüssen.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Der Samichlaus zu Gast in der Kirche Wikon

Impressionen aus dem Gottesdienst vom 07. Dezember.

Bilder: zvg

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Die Kerze - Symbol des Lichts und der Wärme

Am 4. Dezember lud das Generationenteam Wikon zur Senioren Adventsfeier ein. Im gut gefüllten Pfarreisaal begegneten sich die Seniorinnen und Senioren bei Kaffee und Kuchen. Schüler der 3.- und 4. Klassen aus Wikon und ihre Lehrpersonen verschönerten die Adventsfeier mit Liedern.

In diesem Jahr stand die Kerze im Mittelpunkt der Betrachtung von Pfarrer Płatuński. Er sagte: «Denken auch wir ruhig daran, wenn wir eine brennende Kerze anzünden oder sehen, denn so eine Kerze sind wir selber. Ich bin nur eine kleine einzelne Kerze. Da ist nicht viel Licht. Ich allein, das ist nicht viel. Aber mit anderen zusammen ist das Licht gross und die Wärme stark». Gott sagt: «Bei Euch Menschen ist das genauso. Einzeln, für Euch genommen, ist Euer Licht nicht gewaltig und die Wärme klein. Aber zusammen mit anderen, da seid Ihr viel. Deshalb bitte ich Euch, gebt Wärme und Licht ab, brennt weiter.»

Mit vielen Gesprächen genossen die Seniorinnen und Senioren das Klima des Advents. Denn das Wichtigste ist das Zusammensein.

Text und Bilder: ja

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Lichterfeier der Frauen Reiden
Sorgen – Care

Am 3. Dezember luden die Frauen Reiden zur alljährlichen Lichterfeier ein. Das Thema «Sorgen – Care» wurde von Liselotte Nietlispach und Priska Schmid aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Aber nicht im Sinne von sich Sorgen machen, sondern im Sinne von Sorgearbeit, wie es mit dem englischen Begriff «Care» immer öfter ausgedrückt wird.

Care kann sein: Kinder in ihrem Aufwachsen unterstützten, Betagte begleiten, in Vereinen mitwirken oder mit Flüchtlingsfamilien Kontakt aufnehmen und vieles mehr. Dafür wird rund 15% mehr Zeit aufgewendet als für bezahlte Arbeit. Frauen übernehmen mit zirka 68% den grösseren Teil dieser Sorgearbeit. Die ZuhörerInnen erfuhren weiter, dass Care ein äusserst vielfältiges Wort mit unzähligen Übersetzungsmöglichkeiten ist. Es bietet in seiner Schlichtheit eine riesige Fülle von Möglichkeiten, was es in Bezug auf Sorgen ausdrücken kann. Auch von den Hauptpersonen der biblischen Weihnachtsgeschichte, Josef, Maria und dem Jesuskind, ist in Sachen «Care» viel zu lernen. Dies verdeutlichte die zeitgemässe Betrachtung. Worte wie: «Du kleines, göttliches Kind, meinst du nicht auch, unsere Welt wäre menschlicher, weihnachtlicher, ja gar göttlicher, wenn Fürsorge und Liebe als wichtigste menschliche Aufgabe gelten würden?» boten berührende Impulse.

Ein Meer aus Kerzen, arrangiert von Sakristan Martin Jenny, trug zur besinnlichen Stimmung bei. Ebenso die musikalische Begleitung der vier Flötistinnen unter der Leitung von Cornelia Vogel. Bevor man zum gemütlichen Ausklang des Abends ins Pfarreizentrum wechselte, wurden alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen verdankt, begleiten mit einem herzlichen Applaus.

Text und Bilder: Beatrix BIll

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1. Adventssonntag mit den Erst- und Zweitklässler aus Reiden
Start der Adventszeit und der Novene zum Gnadenbild der Muttergottes

Vielfalt erlebten die Gottesdienstbesucher vom Sonntag, 01. Dezember in der Kirche Reiden. Der Samichlaus war Überraschungsgast, die erste Kerze der Adventswurzel verströmte nach der Einsegnung ihr Licht und die Novene zu Ehren der Pièta wurde eröffnet.

Die Katechtinnen Erika Bättig und Christine Kaufmann gestalteten für die eingeladenen Erst- und Zweitklässler aus Reiden den Gottesdienst mit. Thema war der Samichlaus. Alle kennen ihn, aber nicht alle wissen warum es ihn gibt und woher er kommt. Aus einer der unzähligen Legenden über Bischof Nikolaus von Myra erfuhren die Kinder von seiner Hilfsbereitschaft und Freigiebigkeit. Als es plötzlich an der Kirchentür klopfte und der Samichlaus in die Kirche eintrat, war die Freude gross.

Mit dem 1. Advent begann die Adventszeit, sowie das neue Kirchenjahr. Pfarrer Jarosław Płatuński segnete die Adventswurzel mit den vier Kerzen ein. Die erste Kerze wurde angezündet. In seiner Ansprache beschrieb er die Notwendigkeit der Liebe in unserem Leben, Denken und Handeln. Er endete mit den Worten: «Die Liebe glaubt alles – hofft alles – die Liebe hört niemals auf!»

Pietà-Gnadenbild der Muttergottes

Vom 1. Dezember 2019 bis zum 2. Februar 2020 feiert die Pfarrei Reiden-Wikon ein besonderes Ereignis, denn die Pietà der Muttergottes aus der Kapelle der Wikoner Marienburg hat in der katholischen Kirche in Reiden ihren Platz gefunden. Im Verlauf dieser Zeit sind alle eingeladen eine Novene mitzubeten. Dies geschieht immer nach dem Sonntagsgottesdienst, mit den Anliegen der Gemeinschaft und mit allen persönlichen Anliegen, die der Liebe Gottes durch Maria anempfohlen werden. Pfarrer Płatuński leitete die Gebetsform und sprach die Betrachtung zum Bild der stehenden Maria, die ihren toten Sohn stehend in den Armen hält. Im feierlichen Gottesdienst, am 2. Februar 2020 um 11.00 Uhr wird Benediktiner-Abt Christian Meyer aus Engelberg diese Pietà einsegnen.

Text und Bilder: Beatrix BIll

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28. November 2019 - Kirchegemeindeversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Reiden
Steuersenkung, Jubiläumsjahr, Pietà und Orgel

Informationen dazu gab es an der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Reiden.

Präsident Markus Husner durfte am 28. November viele Interessierte zur Kirchgemeindeversammlung begrüssen. Danach moderierte Kirchmeierin Lisbeth Morgenthaler die nächsten Traktanden: Kenntnisnahme des Jahresprogramm 2020 und Kenntnisnahme des Finanz- und Aufgabenplans sowie des Investitionsplans für die Periode 2021 bis 2024. Einige Positionen daraus seien hier erwähnt. Im Pfarreizentrum ist der Ersatz der Türen beim Lieferanteneingang und zu den Büros und Wohnungen vorgesehen. Repariert werden muss die Türe zu den Lagerräumen der Pfadi. 22 000 Franken sind dafür reserviert. Für das Jubiläum der Pfarrei sind 35 000 Franken geplant. Über die vorgesehenen Aktivitäten orientierte Pfarradministrator Jarosław Płatuński. Im Pfarrhaus Wikon muss der Heizungsverteiler ersetzt werden. Gerechnet wird mit Kosten von 15 000 Franken. Sowohl die Rechnungskommission als auch die Versammelten nahmen das Jahresprogramm zustimmend zur Kenntnis.

Neuer Steuersatz

Lisbeth Morgenthaler orientierte über die Anpassungen der Besoldungen von Kirchenrat, Rechnungskommission und den Angestellten. Massgebend dazu sind die Richtlinien der Landeskirche. Interessant waren die Erklärungen zur Rückzahlung von Darlehen. Der Voranschlag 2020 rechnet bei Einnahmen von 1’676 Mio. Franken und Ausgaben 1’806 Mio. Franken in der Laufenden Rechnung mit einem Mehraufwand knapp 130‘000 Franken. Da für Aufgaben und Amortisationen genügend Eigenkapital vorhanden ist, ist eine Steuersatzreduktion von 0.35 auf 0.32 Einheiten vertretbar. Im Namen der Rechnungskommission mit Michel Hunkeler und Franz Purtschert empfahl Präsident Pius Schürch, den Anträgen des Kirchenrates zuzustimmen. Die Zustimmung zur Steuersatzreduktion erfolgte mit einer Gegenstimme, jene zum Voranschlag einstimmig, Markus Husner dankte der Rechnungskommission für ihre kompetente Arbeit und für die gute Zusammenarbeit mit dem Kirchenrat. Seinen Dank richtete er an die Versammelten für das dem Rat geschenkte Vertrauen.

Neues Benützungsreglement

Der Kirchenrat war davon überzeugt, dass das Benützungsreglement für das Pfarrei- und Begegnungszentrum St. Johannes aktualisiert werden muss. Er beauftragte damit die Betriebskommission. Deren Präsidentin, Lydia Duss, stellte das in der Botschaft vorliegende Reglement vor. Es wurde einstimmig genehmigt. Markus Husner verdankte die Arbeit der Kommission, im Besonderen aber auch das Wirken von Lydia Duss. Sie ist auch für die Vermietungen in der Johanniterkommende zuständig. Leider musste er den Rücktritt von Lydia Duss aus dem Kirchenrat bekannt geben. Sie tritt infolge Erreichens des Pensionsalters per 31. Mai 2020 zurück.

Informationen

Synodale Philipp Affentranger orientierte über die Aktivitäten der Synode der Landeskirche. Er wirkt in der Geschäftsprüfungskommission mit. Er empfahl, zu versuchen, junge Menschen für den kirchlichen Dienst zu gewinnen, so auch als Ersatz nach Demissionen im Kirchenrat. Auf grosses Interesse stiessen die Erklärungen von Pfarradministrator Jarosław Płatuński zur Pietà, welche nach dem Wegzug der Schwestern aus der Marienburg in der Pfarrkirche Reiden einen neuen und würdigen Platz gefunden hat. Im aktuellen Pfarreiblatt, das in den Kirchen von Reiden und Wikon zum freien Bezug aufliegt, wird umfassend dazu informiert. Nachdem es keine Wortmeldungen aus der Versammlung gab, referierte Jens Krug von der Firma Orgelbau Graf AG, Oberkirch, über die im Sommer erfolgte Renovation der Hauptorgel in der Kirche Reiden. Mit aussagekräftigen Bildern zeigte er auf, wie das Team auf der Empore Schritt für Schritt arbeitete. Spannend war der Einblick in das Innere der Orgel, also was hinter dem Prospekt mit den grossen Pfeifen installiert ist und auch dort stattfindet während dem Orgelspiel. Interessant waren auch Angaben zu den drei Spieltischen (Klaviaturen), zu den Metall- und Holzpfeifen, zu deren Anzahl und Grösse. Unter dankbarem Applaus überreichte der Versammlungsleiter dem Referenten ein Präsent. Anschliessend lud der Kirchenrat alle zu einem Apéro ein. Mit den besten Wünschen und einem Schlusswort endete eine überaus informative Kirchgemeindeversammlung.

Text: pd
Bilder: Jens Krug, Orgelbau Graf AG in Oberkirch

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Auftritt des ökumenischen Chors Reiden und Adventsaktion der Pfadi Reiden

Am 23. November sang der Ökumenische Chor Reiden in der Kirche in Wikon. Unter der Leitung von Walter Ziörjen und Bruno Kaufmann an der Orgel erklangen wunderschöne Werke wie: «Dir, o Gott, gilt mein Lied», "Der Herr ist mein Hirt» und «Befiehl du deine Wege». Pfarradministrator Jarosław Płatuński segnete die von der Pfadi Reiden vorbereiteten Adventskränze. Im Anschluss an den Gottesdienst verkaufte die Pfadi Reiden ihre selbstgemachten Adventskränze, Adventsgestecke und Dekos. An alle Käufer ein herzliches Dankeschön.

Text und Bilder: zvg

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Ministrantenanlass in Wikon: 16. November

Alle Minis waren im Einsatz

Nein, es gab keine neue Ministrantinnen und Ministranten in Wikon, aber nicht weil niemand wollte, sondern weil dieses Jahr keine Erstkommunion stattfand. Somit konnte es keine neuen Minis geben. Es hörte aber auch niemand auf.

Die Mini-Schar in Wikon zählt nach wie vor 8 Minis. Neu gibt es aber drei Oberministrantinnen und Oberministranten: Es sind dies Lisa Tschuor, Rahel Brunner und Tim Aregger.

In seiner Ansprache im Gottesdienst verglich Pfarradministrator Jarosław Płatuński die Ministrantenarbeit, bzw. das Ministrantin, Ministrant werden mit dem Herstellen von Brot. Im Besonderen erwähnte er die Eltern als wichtige «Zutaten».

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Minis noch in geselliger Runde zusammen. Es gab Pizza und einen Film.

Text und Bilder: Johannes Pickhardt

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Ministrantenaufnahme und Start der Familienkette unter dem Motto:
Miteinander, Füreinander

Am Sonntag, 17. November, prägten die Neuaufnahme von vier Ministranten und der Start der Familienkette den Verlauf des Gottesdienstes in der Kirche Reiden. Teil der Ministrantengruppe sein oder miteinander die erste heilige Kommunion vorbereiten, heisst einen neuen Weg zu beschreiten, der weit über den Schlusssegen am Ende der Feier gehen wird. Doch niemand muss ihn allein gehen.

Johannes Pickhardt, Präses der Ministranten Reiden-Wikon sowie die Katechetinnen Christine Kaufmann und Helene Bühler gestalten den Gottesdienst zum Thema: «Miteinander, Füreinander». Gedanken, Fürbitten und eine Geschichte hoben hervor, dass Menschen, die sich mögen, immer wieder neue Worte, Taten, Möglichkeiten und Wege finden, um sich zu zeigen, was sie füreinander empfinden.

Mit dem Start der Familienkette ging das erste Projekt zur Vorbereitung auf die Erstkommunion 2020 auf reisen. Die beiden Katechetinnen der Drittklässler aus Reiden und Wikon stellten vier Taschen mit ausgewählten Utensilien zusammen. Diese und das Motto: «Der Regenbogen, Zeichen der Verbundenheit mit Gott» dienen zur Einstimmung auf das Sakrament. Vier Familien nahmen die Taschen nach Hause, beschäftigen sich damit und geben sie dann bewusst einer anderen Familie weiter.

Dienst am Altar verdankt

Die Ministrantengruppe Reiden-Wikon zählt neu 53 Ministranten und Ministrantinnen. Da es bei den Minis in Wikon weder Eintritte noch Austritte zu verzeichnen gab, standen im Gottesdienst am Samstagabend alle Wikoner Minis gemeinsam im Einsatz. In Reiden gab es nebst den vier Neuzugängen am Sonntag auch acht Abgänge zu verzeichnen. Sie waren während einer Zeitspanne von vier- bis sechs Jahren tätig.
Nach den Gottesdiensten blieben die Minis unter sich. Die Ernennung der neuen Ober-Minis wurde bekanntgegeben. Ein gemeinsames Essen mit Unterhaltung rundete die Treffen ab.

Text und Bidler: Beatrix Bill

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Freiwillige Helferinnen und Helfer zu Tisch gebeten
Begegnungen, die grosse Freude bereiten

Traditionsgemäss lädt der Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde Reiden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Pfarrei Reiden-Wikon zu einem gemütlichen Abend ein. Ebenso herzlich sind auch die Angestellten eingeladen. Am 7. November fand dieser beliebte Anlass statt.

Die Kirchenrätinnen Edith Achermann, Lydia Duss und Angelika Naydowski bildeten das bewährte Organisationskomitee. Dieses Trio durfte viele Dankesworte entgegennehmen. Denn es gelang ihm wieder, einen unvergesslichen Abend zu gestalten. Nach dem Apéro im liebevoll dekorierten Saal wurde das Unterhaltungsprogramm mit einer Show vom Glockenduo Anita und Maik eröffnet. Die beiden zogen alle in ihren Bann. Beim zweiten Showblock duften alle mit den auf den Tischen verteilten Glocken mitwirken. Die offiziellen Dankesworte sprach dieses Jahr Kirchgemeindepräsident Markus Husner. Er ermunterte alle, die Worte auf der Einladung weiter zu senden: «Für Gottes Liebe zu den Menschen gibt es den Regenbogen. Für die Zuneigung von Mensch zu Mensch das Telefon oder den Brief». Angelika Naydowski wies darauf hin, dass an jedem Platz eine Adresse zu finden ist, um im erwähnten Sinn Kontakt aufzunehmen. Das feine Nachtessen lieferte das Restaurant «Sonne»; das Dessertbuffet besorgte Andrea Aregger. Der Anlass ist bei den Gästen sehr beliebt. Beim «Gute Nacht» wünschen waren lauter frohe Gesichter zu sehen.

Text und Bilder: mah

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Pfarreibrunch vom 03. November

Impressionen:

Bild: Alexandra Arnet

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Liturgie und Mission
Gang in das Magnetfeld des Positiven

Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr die Kirche. Welche Chancen und Herausforderungen mit dieser Tatsache einhergehen, erfuhr das Publikum im Referat von Dr. Gunda Brüske am 29. Oktober im Pfarreizentrum.

«Um Jesus herum bricht permanent Kreativität aus. Er verwandelt stumpfen Gleichmut in die Bereitschaft zu originellen und raffinierten, teilweise sogar waghalsigen Taten. Er ist wie ein Trafo für gute Gefühle und soziale Intelligenz. Seinen Schritten folgt Kraft. Er hat keinen Blick für das Nörgelige, Kleinteilige und Demotivierende; sondern er katalysiert das Konstruktive. Und er braucht das auch. Ohne das, ohne diese Bereitschaft seines Gegenübers für den Gang in das Magnetfeld des Positiven - und sei es mit noch so wenig Anfangskapital - kann er nichts tun.» Mit diesen Textpassagen aus dem Gründer*innenhandbuch für pastorale Startups und Innovationsprojekte, Sobetzko/Sellmann, Würzburg²2017, S. 216, startete Gunda Brüske. Sie präzisierte diese Erkenntnisse mit biblischen Beispielen und führte vor Augen, dass die Bibel eine frohe Botschaft verkündet.

Eine pastoralsoziologische Analyse

Statistiken und Analysen über Religion und Spiritualität in der Gesellschaft sowie die Altersstruktur der Seelsorgenden im Dienst der Schweizer Bistümer boten einen Einblick über den gesellschaftlichen- und kirchlichen Wandel. In kleinen Gruppen wurden die Fragen «Was ist daran neu und überraschend?» und «Wie passt das zu dem, was ich erlebe?» diskutiert.

Liturgie und Kirchenbilder

Anhand von fünf Modellen stellte die Referentin verschiedene Wirkungsgrade dar.

  • • Versorgungskirche
  • • Kirche der Mithelfenden und Unterstützenden
  • • Kirchenkrise – Kirche erwacht
  • • Kirche – gemeinsam berufen und gesandt
  • • Kirche als Gemeinschaft von Gemeinden/Gemeinschaften

Impulse ihrerseits, aber auch Anregungen aus dem Publikum, zeigten Perspektiven und Wege auf. Gunda Brüske betonte dabei auch immer wieder, dass getaufte Christen aufge-rufen sind aktiv Handelnde in der Evangelisierung zu sein. Weiter ermunterte sie die Interessierten zur Arbeit in Gruppen an einem Entwicklungsprozess mit einer Vision.

Pfarrer Jarosław Płatuński verdankte Gunda Brüske den gelungenen Vortragsabend mit Worten, die das Publikum mit Applaus bestätigte. Zum Schluss teilte er mit, dass mit diesem Abend auch die Reihe: «Impulse und Denkanstösse zu einem missionarischen Kirche Sein-heute» zu Ende ging.

 

«Wenn Du schnell gehen willst, geh' alleine.
Wenn Du weit kommen willst, geh' gemeinsam.»

                 -Afrikanisches Sprichwort-

 

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Dr. Gunda Brüske ist Co-Leiterin des Liturgischen Instituts der Schweiz.


Katholische slowakische Mission zu Gast in Reiden
Einblick in slowakische Traditionen

Gemeinsam mit den Katholiken der slowakischen Mission wurde am 27. Oktober eine Messe zum Tag der Völker gefeiert. Gottesdienstbesucher von nah und fern trafen sich in der katholischen Kirche Reiden und die meisten von ihnen folgten der Einladung zur Agapefeier auf der Kommende.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński und Slowakenmissionar Pavol Šajgalík luden zum zweisprachigen, feierlichen Gottesdienst ein. Für einmal wurden die Rollen der beiden Seelsorger getauscht und Pfarrer Płatuński richtete seine Worte in Slowakisch an die Gemeinschaft, während Kapuziner Pavol Šajgalík den deutschsprachigen Part übernahm. Beim «Vater unser» mischten sich noch weitere Sprachen dazu, denn jeder wurde aufgefordert dieses Gebet in seiner Muttersprache zu sprechen. Wie begabt und sprachfähig ein Christ sein sollte, der seinen Glauben weitergibt, darauf gab der ausgewählte Evangelientext (Lukas 18,9–14) eine Antwort. Im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner geht es nämlich darum, wie Menschen sich selber einschätzen, wie sie ihr Verhältnis zu Gott und zu den Mitmenschen sehen und was sie tun, um ihrem Glauben Gestalt zu geben.

Musik verbindet über Sprachgrenzen

Auch an musikalischer Vielfalt fehlte es nicht. Bruno Kaufmann und Dalibor Kalna begleiteten an der Orgel den Gesang der Solistin und der Gemeinde. Während der Kommunion gab der slowakische Chor, unterstützt von Gitarren- und Geigenklängen, sein Können zum Besten. Bei der anschliessenden Agapefeier auf der Kommende boten traditionelle Lieder und Tänze Einblicke in die slowakische Kultur. Der slowakische Chor und die Tänzerinnen und Tänzer aus Genf versprühten mit ihren fröhlichen Auftritten grosse Lebensfreude. Die farbenprächtigen Trachten waren eine Augenweide.

Auch das leibliche und gesellige Wohl wurde gepflegt. Bei Speis und Trank sorgten Spezialitäten aus beiden Kulturen für Gaumenfreuden. Rege Gespräche zeugten für das gegenseitige Interesse an den Mitmenschen. Ein gelungenes Fest wurde mit lobenden Worten verdankt.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Minis in Rom

Vom 7. bis zum 10. Oktober besuchten die Oberministrantinnen und Oberministranten aus Reiden die ewige Stadt Rom.

Nein, sie waren nicht auf einer Pilgerreise, dennoch besuchten sie viele Kirchen, wie z. B. die vier Hauptkirchen St. Peter, St. Paul vor den Mauern, St. Maria Maggiore und den Lateran. Ebenso konnte man die antiken Stätten, wie z. B. das Kolosseum, den Konstantinbogen und noch manche Säulen oder Mauerresten von damals begutachten.

Die Schweizergarde und Papst Franziskus

Natürlich durfte auch eine Führung bei der Schweizer Garde nicht fehlen. Hierbei bekamen die Oberminis einen ausführlichen Einblick in die Aufgaben und Arbeiten der Gardisten. Wer weiss, vielleicht hat sich der eine oder andere Oberministrant schon als zukünftigen Gardisten gesehen?? Die Arbeit der Gardisten konnte die Gruppe dann konkret bei der wöchentlichen Papstaudienz begutachten. Logisch, hier standen nicht die Gardisten im Mittelpunkt, sondern natürlich Papst Franziskus. Wenn er auch nur von weitem oder ganz kurz, recht nah zu sehen war, als er seine Runde im Papamobil drehte, war es doch ein sehr eindrückliches Erlebnis.

Fast zum Schluss der Reise lockte Rom noch mit seinen vielen schönen Brunnen, Plätzen, Strassen und Läden. Da wunderte es nicht, dass so mancher Obermini mit ein wenig mehr im Gepäck nach Hause kam.

Übrigens, nach Hause kamen wieder alle - wohl erhalten und zufrieden mit den vielen Eindrücken dieser Reise.

Text Johannes Pickhardt
Bilder: zvg

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Gottesdienst des Malteser Orden

Nach der feierlichen Eucharistiefeier vom 25. September in der Kirche St. Johannes der Täufer in Reiden zum Festtag des Heiligen Bruder Klaus (Niklaus von Flüe). Hauptzelebrant war Erzbischof Msgr. Jean Laffitte aus Rom, Prälat des Souveränen Maltesrritter- und Hospitalordens. Weihbischof Msgr. Alain de Raemy aus Fribourg und weitere Kapläne des Malteserordens Schweiz konzelebrierten. Mit auf dem Bild auch Pfarradministrator Jarosław Płatuński (2. von links) und unsere Ministrantin Simona.

 

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Bruder-Kaus-Fest in Wikon
Der Weg zur Weisheit

Ein buntes, Generationen ansprechendes Patrozinium fand am 21. September in Wikon statt. Der Kirchenpatron, Bruder Klaus, wurde gefeiert. Geehrt wurde Daniela Erni. Als Organistin ist sie seit 20 Jahren im Einsatz. Kinder aus Wikon trugen unter der Leitung von Angelika Naydowski eine Geschichte vor und sangen ein Lied, eingeübt mit Katechetin Christine Kaufmann. Das Bläsertrio Familie Djoukeng aus Reiden übernahm gekonnt einen musikalischen Teil der Feier.

Pfarradministrator Płatuński begrüsste die zahlreichen Gäste zum feierlichen Gottesdienst Er pries die Gedanken und Taten von Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus, welche auch heute noch Sinnhaftigkeit im Alltag bieten.

Mäuse Moral

In der vorgetragenen Geschichte der sieben Mäuse (Buch: Sieben blinde Mäuse von Ed Young) hiess es das Geheimnis eines seltsamen Etwas am Teich zu entschlüsseln. Nicht einfach, denn jede der sechs losgezogenen Mäuse sah etwas anderes und war sich sicher, genau das Beschriebene gesehen zu haben. Des Rätsels Lösung brachte die siebte Maus, nachdem sie von ganz oben der Länge nach hinüber, von einem Ende zum anderen gelaufen war. «Ah!», sagte sie. «Jetzt verstehe ich. Das seltsame Ding ist wie eine stabile Säule, geschmeidig wie eine Schlange, scharf wie ein Speer, weit wie eine Klippe, luftig wie ein Fächer und faserig wie ein Seil. Aber alles in allem ist es ein Elefant.» Und die Moral aus der Geschichte: «Wissen in Teilen macht eine schöne Geschichte, aber Weisheit entsteht, wenn man das Ganze sieht.» Dies unterstrichen die Kinder mit einem passenden Lied. Es braucht Mut vor Publikum zu sprechen und zu singen. Die Kinder aus Wikon taten dies mit Bravour.

20 Jahre Einsatz verdankt

Jarosław Płatuński verdankte Daniela Erni ihr wunderbares, musikalisches Wirken an der Orgel mit Blumen und einem Präsent. Seit 20 Jahren ist sie regelmässig im Einsatz und bringt mit Musik etwas zum Klingen, was kein Wort vermag. «Danke für das stets freundschaftliche Miteinander, das ich und kirchliche Mitarbeitende mit Dir erleben durften und noch weiter erleben dürfen! Du bist immer eine grosse Hilfe bei den verschiedensten Einsätzen.», sagte der Pfarradministrator und schloss mit den Worten: «Ich denke mit grosser Freude und Dankbarkeit daran zurück und freue mich auf die Zukunft.»

Beim anschliessenden Apéro spielte das Bläsertrio Familie Djoukeng nochmals auf. Die Begeisterung am gemeinsamen Musizieren war drinnen wie draussen in jedem Moment spürbar. Auch das gesellige Zusammensein kam an diesem prächtigen Abend im Freien nicht zu kurz.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Feierlicher Abschluss der Katecheten Ausbildung

Der 20. September war für die Katechetin Christine Kaufmann ein grosser Tag. Am Donnerstagnachmittag noch beim Unterricht mit der 3. Klasse aus Wikon und am Freitagabend dann ihr persönliches Highlight. Sie durfte den Abschluss ihrer Katecheten Ausbildung in der reformierten Kirche in Willisau feiern. Vertreter der Pfarrei-Reiden Wikon gratulierten vor Ort.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński tat dies mit den Worten: «Liebe Christine wir sind froh, dass Du diese dreijährige Ausbildung auf Dich genommen hast. Wir freuen uns sehr, dass wir Dich im Boot haben und wünschen Dir eine schöne begegnungsreiche Zeit mit den Kindern, ihren Eltern und Familien.»

Text und Bilder: jap

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Jodel und Tanz beim Erntedankfest

Am Sonntag, 15. September wurde in Reiden am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag das Erntedankfest gefeiert. Für die Mitgestaltung des Gottesdienstes sowie der «Teilete» sorgten der Jodlerklub Heimelig Reiden und die Trachtengruppe Reiden. In der Predigt von Pfarradministrator Jarosław Płatuński stand die Bedeutung des Brotes für Leib und Seele im Zentrum.

Der Jodlerklub Heimelig übernahm unter der Leitung von Judith Weingartner den musikalischen Teil der Feier. Beim Einzug erklang das erste von sechs ausgewählten Stücken. Durchgehend überzeugten sie mit gefühlvollem, dynamischen Jodelgesang und grosser Leidenschaft. Mit ebenso grossem Können und Freude führte die Trachtengruppe Reiden ihre zwei Tänze auf. Beiden Gruppierungen wurden mit herzlichem Applaus belohnt.

Brot ist mehr als ein Lebensmittel

Auf dem üppig geschmückten Erntedankaltar durfte ein Brotlaib nicht fehlen. Pfarrer Płatuński sagte: «Mit dem Wort Brot ist alles gemeint, was wir Menschen zum Leben brauchen. Es erinnert mich daran, dass wir vieles, was uns an Leib und Seele guttut, nicht selbst machen können, sondern uns von Gott geschenkt ist.»

Im Anschluss fand die «Teilete statt». Feiner Most und köstliche, selbstgemachte Brote standen zur Erfrischung bereit. Die Früchte der Ernte wurden den Besuchern mit auf den Heimweg gegeben.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Hubertusmesse mit Worten und Musik gefeiert

Die Jagdgesellschaft Reiden und die Revierjagd Luzern, Sektion Hinterland, luden am 8. September zur Hubertusmesse ein. Die Verantwortlichen durften sich über eine sehr gute Teilnahme erfreuen. Das zeigt, wie beliebt der Anlass im Tannwald ist.

Die Begrüssung erfolgte durch den Obmann der der Jagdgesellschaft Reiden, Jean-Jacques Joss. Er rief dazu auf, die Lauscher Richtung Altar zu richten. Denn der Gottesdienst sei das Hauptereignis. Am Schluss des Gottesdienstes richtete der Obmann humorvolle Dankesworte an Jarosław Płatuński, an die Gruppe Auerhahn, an Ok-Präsident Hanspeter Wymann, und an all die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Einen Dank richtete er an die Teilnehmenden, verbunden mit dem Wunsch zu frohen Stunden.

«Wir jagen nach Anerkennung»

Den Gottesdienst leitete der Pfarradministrator Jarosław Płatuński. In seiner Predigt sagte er, dass nicht alle nach Rehen und Füchsen jagen. Hingegen würde nach Anerkennung und Erfolg, nach Geld und Renditen, nach schönen Fotosujets in den Ferien «gejagt». Diese Art von Jagd müsse zum Kollaps führen, zum Kollaps vor allem der eigenen Gesundheit und des inneren Gleichgewichts. Hubertus, der Schutzpatron der Jägerinnen und Jäger, habe sein Tun hinterfragt: «Statt seinen Schmerz mit der Jagd nach Trophäen abzutöten, stellte er seine Begabungen in den Dienst der Kirche und wurde Bischof».

Die Jagdhornbläser

Die Jagdhornbläsergruppe Auerhahn aus Luzern verschönerte den Gottesdienst musikalisch. Unter der Leitung von Michael Christen spielte die Formation die «La Grande Messe de Saint-Hubert». Es ist sehr beeindruckend, wie melodiös und vielstimmig die Parforcehörner in «ES» erklingen. Die Gruppe gehört schweizweit zu den Spitzenformationen.

Für Speis und Trank sorgten die Reider Jägerinnen und Jäger mit ihren Familien. Die Hubertusmesse findet alternierend alle zwei Jahre bei der Jagdhütte Reiden.

Text und Bilder: mah

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Pater Marc-Stephan Giese SJ zu Gast in der Pfarrei Reiden-Wikon
Bunt wie ein Blumenstrauss sind die Lebenserfahrungen des Jesuitenpaters

Pater Marc-Stephan Giese ist in der Pfarrei Reiden-Wikon ein gern gesehener Gast. Bereits im Januar 2018 liess er Interessierte an seinem Leben als Jesuitenpater teilhaben und tat es in zwei Vorträgen im Pfarreizentrum Reiden wieder. Ob in Schweden, Bolivien oder im Libanon, der 41-jährige studierte Philosoph und Theologe nimmt die Herausforderung an, den Menschen in verschiedenen Kulturen die Frohe Botschaft von Jesus zu verkünden. Er steht im Dialog mit anderen und dabei kristallisiert sich heraus, wie sich der Glaube und die verschiedenen Kulturen bereichern können, in der Weltkirche und hier bei uns in Mitteleuropa. Auch die Rolle der Musik im Leben der Kirche und des einzelnen Gläubigen wurde miteinbezogen.

Der erste Abend am 3. September stand im Zeichen der Evangelisierung und Interkulturalität in der Weltkirche. «Allen bin ich alles geworden». (1 Kor 9, 22). Diesen Satz von Apostel Paulus wählte Pater Giese für die biblische Hinführung an das Thema aus. In seiner Paulusinterpretation sprach er von interkulturellem Dialog, der auch die Annahme von Kultur, Sprache, Gewohnheiten etc. beinhaltet. Ein Wagnis, das Veränderungen miteinschliesst, verwundbar machen kann, aber auch neue Perspektiven öffnet.

Ein Florilegium der Erfahrungen

Dialog mit der säkularisierten Welt in Europa. Aus seiner Zeit in Schweden berichtete Pater Giese über seine Arbeit mit Jugendlichen verschiedener Nationen, die aber alle hauptsächlich in der säkularen Kultur Schwedens lebten, wo Glaube und Kirche als etwas Veraltetes und unintelligentes galt. Hier hiess es, der Jugend Denkräume zu öffnen. Einen Ort, z.B. Bars oder Restaurants, anzubieten, um auf dem jeweiligen Niveau ein Nachdenken über den Glauben, die Kirche und die Kultur zu ermöglichen. Auch kritisch, aber vor allem mit Wohlwollen gegenüber beiden Seiten.

Inkulturation und Befreiung in Lateinamerika. Inkulturation des Evangeliums bedeute, die Frohe Botschaft von Jesus immer so zu verkünden, dass sie auch verstanden werden kann. Dabei gehe es natürlich um Sprache, aber auch um die Bilder und Symbole, die benutzt werden. Eine Erfahrung aus seinem letzten Aufenthalt in Bolivien konnte Verdeutlichen. was er meinte. Vor der Evangelisierung durch die Spanier im 16. Jahrhundert gab es Anfang Mai Feste, in denen die Quechua, der grösste Volksstamm in Bolivien, ihre Götter mit Opfern um Fruchtbarkeit baten. Als die Missionare das sahen und die Not der Menschen verstanden, haben sie Jesu Tod am Kreuz den Menschen nahegebracht als das eine Opfer, das unsere Unfruchtbarkeit in Frucht verwandelt. Das Fest des Kreuzes hat so eine neue Bedeutung bekommen. die von den Quechua verstanden und vertieft wurde. Noch heute verehren sie im Wallfahrtsort «Santa Veracruz» - das wahre Heilige Kreuz - den Tata Veracruz - unseren Herrn vom Wahren Kreuz - und beten für sich und ihre Tiere um Fruchtbarkeit. Pater Giese war an diesem Fest dabei und eine Begegnung hat sich in sein Herz geschrieben. Eine kleine Familie, Mutter, Vater und zwei Babys, augenscheinlich Zwillinge. «Padre segne uns!», rief die Mutter in Quechua, erzählte ihm, wie sie seit ihrer Hochzeit vor ein paar Jahren jedes Jahr wieder zum Tata Veracruz gefahren sei, aber es hätte nichts geholfen, jetzt endlich hätte sich der Herr ihrer erbarmt. Sie seien gekommen, um Dank zu sagen und den Segen weiterzugeben. Dann zeigte sie ihm zwei kleine Figuren aus Ton: Babys. Als sie so redeten gesellte sich ein anderes Pärchen zu ihnen. Jetzt verstand er, was passieren würde. Die glücklichen Eltern würden die Figuren den noch bittenden weitergeben. Seit den 1960er Jahren ist die Befreiung der Unterdrückten das Spezialthema der Kirche in Lateinamerika. Wichtige Ereignisse der letzten Jahre und die vom Vatikan einberufene Amazonassynode wurden angesprochen. Pater Giese war am Anfang der lokalen Vorbereitungen für diese Synode in San Ignacio de Moxos als Zuhörer mit dabei. Auch wenn er dieses Dorf nicht mit viel Hoffnung auf Besserung verlassen habe, wisse er doch, dass das Engagement der Kirche und der Missionare den Menschen Kraft und Hoffnung gibt weiter zu kämpfen, auch wenn es eigentlich nicht viel Hoffnung gibt.

Das «Dazwischen» im Nahen Osten. Der dritte und damit letzte Kontext, von dem der Jesuitenpater berichtete, war das, was wir den «Nahe Osten» nennen. Er sei erst seit einem Jahr in dieser Weltgegend unterwegs, bemühe sich aber doch ein paar charakteristische Eigenheiten der Region und der Sendung der Kirche dort zu vermitteln. Sein Leitwort dafür laute «Dazwischen». Zwischen West und Ost, Christentum und Islam, dem reichen Europa und dem armen Afrika, traditioneller Lebensweise und Sehnsucht nach dem gehofft modernen Leben. Er schilderte drei Episoden, die ihn dazu einluden, über seine Identität und die umgebende Kultur nachzudenken. Das erste war die Beziehung zu seiner Sprachlehrerin, Sie stammt aus einer bürgerlichen sunnitisch-beirutischen Familie. Als sie sich besser kennen lernten, begann sie im Unterricht über ihre Familie zu sprechen, wie stolz sie war, als ihre Tochter eine bestimmte Sure aus dem Koran auswendig lernte, was sie über bestimmte moralische Fragen denkt und wie sie den Ramadan persönlich feiert. Schritt für Schritt verstand er, dass sie eine praktizierende und fromme Muslima ist, auch ohne Hijab, aber mit einem «westlichen modernen» Erscheinungsbild. Zweitens eine musikalische Erfahrung. Zu Weihnachten war er in Homs und einer der Höhepunkte war ein Konzert, das vom Chor des jesuitischen Gemeindezentrums und dem Chor der benachbarten Moschee organisiert wurde. Beide Gruppen sollten allein und zusammen singen. Es war ein schöner Abend, nicht viel zu erzählen, bis das Duett der beiden Dirigenten begann. Es war irgendwie wie ein sing-out, den man vielleicht aus «The Voice» oder anderen Talentshows kennt. Anfangs sangen beide, um mehr Beifall als die anderen zu bekommen, aber langsam änderten sie ihre Einstellung und sie begannen zu harmonisieren, anstatt zu konkurrieren. Schliesslich eine der zahlreichen Begegnungen in Amman in den Häusern der Flüchtlinge, die wie so oft mit einem süssen sudanesischen Tee begann. Nach einigen Debatten über Fussball wurden alle schnell in eine Diskussion über Engel, Dämonen, den Teufel und die Schöpfung hineingezogen. Ein Meisterwerk einer ungezwungenen, aber intensiven Diskussion zwischen Religionen und Kulturen. All diese Erfahrungen fanden im Dazwischen statt. Es gab ja nicht nur den einen Gegensatz zwischen West und Ost, sondern ein vielschichtiges interkulturelles Feld, das diese Begegnungen ermöglichte. Fazit: Nur ein Glaube, der die Sicherheit der eigenen Komfortzone verlässt, wird hier zum Dialog fähig sein.

Theologische Reflexion

(Neu-)Evangelisierung und die Kultur. Immer wieder kam in den Erfahrungen von Pater Giese das Wort «Kultur» zur Sprache. Unser Glaube sei nicht unabhängig vom Rest unseres Menschseins, er drücke sich von Anfang in kulturellen Formen aus und sei im mehr oder weniger lebendigen Austausch mit der Kultur um uns herum. Er sagte: «Wenn, so wie es Papst Franziskus immer wieder betont, die Hauptaufgabe der Kirche die Evangelisierung ist und die Rolle der Kulturen so wichtig ist, dann muss zum einen, das Evangelium inkulturiert werden und zum anderen die Kultur evangelisiert werden».

Die Lebenswelt und der Glaube. Die Welt, in der wir leben, in der wir uns bewegen und sind, sei für unseren Glauben nicht unwesentlich. Sie sei ja Schöpfung Gottes und weil das Werk auch immer vom Urheber spreche - gute Schuhe weisen auf einen guten Schumacher hin, könne unsere Welt auch auf den Schöpfer hinweisen. Und das gelte nicht nur für die Natur, sondern in eingeschränktem Masse auch für unser Zusammenleben und für die Lebensbedingungen.

Der persönliche Glaube, das «Andere» und der «Ganz-Andere». Der anders Glaubende, innerhalb oder ausserhalb der Glaubensgemeinschaft könne uns da ein Gefühl der Unsicherheit geben. Aber weil Gott selbst ja - so hat es Nikolaus von Cues gesagt - der «Ganz-Andere» ist, könne der oder das «Andere» dem man begegne ja immer auch eine Einladung sein, Gott noch einmal anders zu verstehen. Das spreche den Glaubensgrundsatz an, dass wir Gott niemals ganz erfassen können. Und dass alles, womit wir Gott vergleichen zwar richtig sein könne, aber dass bei jeder Ähnlichkeit eine noch grössere Unähnlichkeit vorliege. Pater Giese betonte: «Die Begegnung mit dem Andersdenkenden, oder besser: dem Andersglaubenden, erinnert uns daran, dass unsere Idee von Gott, die durch die Offenbarung und die Tradition der Kirche und vielleicht auch durch unsere Kultur und Lebenswelt geprägt ist, zwar gut, hilfreich und sogar richtig sein kann, dass sie aber immer unvollständig sein muss. Der Andersglaubende hilft mir also durch sein Anders-Sein dabei meinen eigenen Glauben am Ganz-Anderen auszurichten.Und das brauchen wir.»

Seinen Vortrag schloss er mit drei ermunternden missionspraktischen Erwägungen ab. Freude am Glauben. Dialog mit allen. Einheit und Vielfalt.

Beim zweiten Abend, am 4. September, wurde die Rolle der Musik in der Mission der Kirche beleuchtet. «Ich bin Missionar, weil ich singe, spiele und tanze».

Pater Giese startete mit musikalischen Beispielen und wählte als erstes das geistliche Lied mit einem Text von Joachim Nader aus dem Jahr 1680. «Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren». Durch die Jahrhunderte sind eine Fülle an Bearbeitungen entstanden, er liess das Kantate BWV 137 von Johann Sebastian Bach erklingen. In Gottesdiensten der Barockzeit folgte die Kirchenkantate dem Evangelium oder umrahmte – bei zweiteiligen Werken – die Predigt. Sie wurde als Wortverkündigung durch Musik verstanden. Vorbildliches in Sachen Mission leistete der Jesuitenorden im 17. und 18. Jahrhundert in Südamerika: In den Siedlungen für die einheimische Bevölkerung, Reduktionen genannt, hatte dabei die Musik einen grossen Stellenwert. Mit der Zeit wurden eigene Werke für und in diesen Reduktionen geschrieben. Mit dem «Laudate Dominum omnes gente» aus der Hand von Domenico Zipoli SJ (1688-1726) ertönte die bedeutend leichtere Barockmusik aus Südamerika. Auch hier wurden wichtige Worte wiederholt oder musikalisch repetiert. Lag im Beispiel Bach die Betonung auf den Herrn, wurde bei Zipoli Völker hervorgehoben. In der Musik gab es keine Interkulturalität. Deshalb wurden die Kompositionen so angepasst, dass die Indigenen den Lobgesang verstanden. Mit der letzten Anhörung wurde ein Popsong vorgestellt, komponiert von professionellen Musikern, die sich im Glauben wiederfinden und wie Rockstars gefeiert werden.

Musik als sinnhafte Ausdrucksform des Glaubens

Musik schlägt im Menschen eine besondere Seite an, die sowohl das Geistige wie Körperliche beinhalten kann. Diese Schönheit führt zu Gott. Da Musik die Menschen berührt, tragen Kirchenmusiker einen sehr hohen Anteil zur Evangelisierung bei. Die Musik in Kirchen verbindet Kultur und Kulturen. Sie kann als Anziehungspunkt für verschiedene Zielgruppen dienen, die sonst den Weg dahin nicht findet. Die unterschiedlichen Musikanten können ihre Begabung in verschiedensten Formen zum Ausdruck bringen. Genannt sei hier die Umrahmung im Gottesdienst, Musik zur Mittagszeit oder Konzerte. Musik öffnet Herzen so «Erhebet die Herzen», als Grunddynamik bei der Evangelisierung.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Wikon: 01.September
Pater Marc-Stefan Giese SJ zu Gast im Gottesdienst Wikon

Wir freuen uns Pater Giese in der Pfarrei Reiden-Wikon als Gast zu begrüssen.

BIlder: Angelika Naydowski

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31. August: Ministrantenreise 2019
Im, um und auf dem Wasser

Das Ziel der Minireise 2019 führte die Ministrantinnen und Ministranten aus Reiden und Wikon in den Schwarzwald, genauer gesagt an den Titisee ins dortige Badeparadies.

Neben einem Wellenbad konnte man die Zeit mit vielen interessanten und atemberaubenden Rutschen verbringen oder sich auch ein wenig im Aussen- und Ruhebereich entspannen.

Da das Wetter sehr schön war, wurde auf dem Rückweg noch Halt am Schluchsee gemacht. Dort verbrachten die meisten Minis die Zeit nicht im See, sondern am, bzw. auf dem See. Nun war Beinarbeit angesagt, denn die Minis waren mit Tretboten unterwegs.

Mit vielen neuen und schönen Eindrücken erreichten alle wohlbehalten Reiden wieder.

Text und Bilder: Johannes Pickhardt

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 19. August: Ökumenischer Schulanfangsgottesdienst in Wikon
«Wie in einem bunten Garten»

Das Thema «Wie in einem bunten Garten» eignete sich gut, um parallelen zum Schulanfang der Schüler und Schülerinnen aus Wikon zu ziehen.

In der Kirche sah es im ökumenischen Gottesdienst ebenfalls aus, wie in einem bunten Garten. Bei den SchülerInnen gibt es auch grosse und kleine, sowie es in der Natur auch grosse, kleine, zarte und robuste Pflanzen gibt. Die Gärtnerin trägt Sorge zum Garten, wie die Eltern, Lehrpersonen und weitere Personen Sorge zu den SchülerInnen tragen

Wir wünschen allen ein gesegnetes neues Schuljahr 2019/2020.

Text: Christine Kaufmann
BIlder: Angelika Naydowski, Jaroslaw Platunski

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15.August: Mariä Himmelfahrt
Gottvertrauen und Menschenwürde sind wichtige Aspekte

Das Fest Mariä Himmelfahrt mit Kräutersegnung wurde bei der Wendelinskapelle im Reider Lätten gefeiert. Sanft rollten die Alphornklänge, gespielt von Sepp Lütolf, über die Landschaft. Der Gesang des Jodelchörli «Freu die Härz», Reiden erfüllte die Natur.

Rund 80 Personen kamen zum Gottesdienst unter freiem Himmel. Kurz vor Beginn um 11.00 Uhr fiel leichter Regen. Dieser vermochte die gute Stimmung jedoch nicht zu trüben. Ja, er wirkte sogar inspirierend. Sepp Lütolf holte seine Regenjacke aus dem Auto und dabei kam ihm die Idee, die Besucher mit Talerschwingen zu begrüssen. Gekonnt warf er den Fünfliber in sein tönernes konisches Milchbecken. Durch leichte Drehbewegungen der Hand liess er das Geldstück auf seiner Kante dem Beckenrand des Gefässes entlang kreisen. Je nach Grösse der Schüssel erklingt dabei ein «b», «fis» oder «f».

Pfarradministrator Jarosław Płatuński beschrieb zwei Aspekte, die ihm zum Fest Mariä Himmelfahrt wichtig erschienen.
Zum einen, dass es sich lohnt auf Gott zu vertrauen. Als junge Frau empfing Maria die Botschaft, dass sie vom Hl. Geist überschattet den Messias gebären soll. Sie antwortete: «Mir geschehe, wie Du es gesagt hast.» «Mir geschehe. Darin liegt eine grosse Demut.», betonte der Pfarrer und meinte: «Es ist als wollte sie sagen: Ich kenne deinen Willen nicht. Ich weiss nicht, was du von mir in Zukunft verlangst. Aber ich vertraue dir.»
Zum anderen, die Dogmatisierung der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, welche am 1. November 1950 durch Papst Pius XII verkündet wurde. Der Wert der Menschen, seine Würde waren angesichts des Zweiten Weltkrieges in Frage gestellt. Die Kirche hörte damals diese Frage. Sie stellte sich selber dieser Frage und fand in der Aufnahme Mariens in den Himmel eine Antwort. Jarosław Płatuński beschrieb sie so: «Die Würde des Menschen ist unbeschreiblich gross. Jeder Mensch ist vor Gott unendlich kostbar. Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Sie ist Zeichen dafür, dass der ganze Mensch, mit Leib und Seele, in seiner Würde unantastbar ist.

Am Ende der Feier lachte die Sonne hinter den Wolken hervor. Die gelungenen musikalischen Einsätze sowie die grossartige Mitwirkung aller Helfer wurden verdankt und mit grossem Applaus bekräftigt.

Text und BIlder: Beatrix BIll

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Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Heimitio von Doderer


Gottesdienste ab 28. Mai wieder möglich

Voraussetzung dafür ist die Einhaltung eines Schutzkonzepts, das auf den Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit beruht.

> Flyer Schutzkonzept Gottesdienste Kirche Reiden

> Flyer Schutzkonzept Gottesdienste Kirche Wikon


 «Wir sind für Sie da»

Öffnungszeiten Pfarramt Reiden

Montag: 08.00-11.00, 14.00-16.00
Dienstag bis Freitag: 08.00-11.00


Prävention und Informationen
zum Corona-Virus

Massnahmenpaket
der Pfarrei Reiden-Wikon
> Informationen finden Sie hier.


Bischofsvikariat St. Viktor

Offizielle Mitteilung:

  • in den Pfarreiblättern
  • an die Mitarbeitenden aller
    Pfarreien
  • auf den Homepages ab
    Juni 2020

Leitung der Pfarreien

  • Langnau – Maria Himmelfahrt
  • Pfaffnau-Roggliswil – St. Vinzenz
  • Richenthal – St. Cäcilia
  • Urban – Maria Himmelfahrt

Ab 1. August 2020 wird Frau Edith Pfister-Ambühl die Gemeindeleitung der vier Pfarreien Langnau, Pfaffnau-Roggliswil, Richenthal und St. Urban übernehmen, dies unter Vorbehalt der Wahl durch den Regierungsrat des Kantons Luzern.

Zum gleichen Termin wird Bischof Felix Gmür den Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal kanonisch errichten und Frau Pfister als Pastoralraumleiterin ernennen. Herr Godwin Ukatu wird Leitender Priester des Pastoralraumes. Herr Sepp Hollinger wird als Diakon für den ganzen Pastoralraum mit Schwerpunkt in St. Urban tätig sein. Die Pfarrei Reiden-Wikon, Johannes der Täufer wird ab 1. August 2021 zum Pastoralraum dazugehören.

Die kanonische Errichtung des Pastoralraumes mit Begrüssung und feierlicher Ernennung von Frau Pfister-Ambühl als Pastoralraumleiterin, Herrn Ukatu als Leitender Priester und Herrn Hollinger als Diakon wird am 23. August 2020 stattfinden.