Archiv 2. Halbjahr 2018

Heilig Abend in der Kirche Wikon
Licht schenken, Licht sein

Am Heilig Abend führten Kinder und Jugendliche aus Wikon im Familiengottesdienst ein Krippenspiel auf. Unter der Leitung von Angelika Naydowski und Michaela Tschuor begeisterten sie die Gottesdienstbesucher jeden Alters mit ihrem gelungenen Auftritt. Die Weihnachtsbotschaft sollte aber nicht nur in der Kirche spürbar bleiben. Deshalb wurde jedermann mit einem Stern und einer Kerze beschenkt, um das Licht des Glaubens, der Hoffnung und Liebe auf seinem Weg in die Welt hinaus zu tragen.

Die traditionelle Weihnachtsgeschichte wurde mit Begebenheiten aus der heutigen Zeit verbunden. Sie zeigt damals wie heute auf, dass überall dort, wo Menschen ihr Verhalten ändern, ihre Art zu leben neu bedenken, da wird es warm, flammen Lichter auf und diese erhellen die Dunkelheit in der Welt.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński ging in seiner Ansprache auf die Tradition und den Sinn des Schenkens ein. Er sagte: «Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den Geschenken, die Sie erhalten, die Liebe erkennen, die der Schenkende damit ausrücken will. Wenn wir Liebe, Gnade und Zuneigung in unseren Geschenken ausdrücken und erfahren, dann kann kein Kommerz, kein Werbespruch der biblischen Weihnachtsbotschaft etwas anhaben».

Das Bläsertrio Familie Djoukeng und die Organistin Daniela Erni beschenkten die Anwesenden mit ihren musikalischen Beiträgen. Applaus, leuchtende Augen und lachende Gesichter belohnten den Einsatz aller Mitwirkenden der festlichen Feier.  

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Friedenslicht 2018

Am Sonntag, den 16.12.2018 versammelten sich wieder viele Personen, Jung und Alt, von nah und fern, vor der katholischen Kirche in Reiden, um das Friedenslicht zu empfangen und weiterzugeben. Das Friedenslicht, das direkt von Bethlehem bis nach Luzern gebracht wurde, wurde von der Pfadi, bis nach Reiden überbracht.

Vor der Kirche betrachtete man die offenen Fenster vom Adventskalender, die wie jedes Jahr von Schülerinnen und Schülern wieder ganz toll gestaltet wurden und so die vorbeigehende Bevölkerung bereichert.

Wer noch Zeit hatte, ging mit ins Pfarreizentrum, wo man noch bei Nüssli, Mandarinen und einem warmen Getränk, der Geschichte von Johannes Pickhardt über eine Schatztruhe zuhören und sich mit den anderen in gemütlicher Runde unterhalten konnte.

Der Anlass wurde von der reformierten und katholischen Kirche organisiert.

 Adventskalender 2018


Senioren Adventfeier Wikon
Schön, dass es Dich gibt

Am 13. Dezember verbrachten Senioren von Wikon im Pfarrsaal einen gemütlichen Nachmitttag. 
Der Duft von feinen Gebäcken lag in der Luft und festlich geschmückte Tische luden zum verweilen ein.
Für eine vorweihnachtliche Stimmung sorgten auch die Klänge des Flötenensemble aus Richenthal.
Pfarradministrator Jarosław Płatuński sowie das Generationen Team Wikon verwöhnten die Gäste.
Angelika Naydowski meinte: «Es macht Freude, auf ein engagiertes Team zurückgreifen zu können.
Mariana, Priska, Sibylle vielen Dank».

Bilder: Angelika Naydowski

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Universitätschor Stettin aus Polen sang im Sonntagsgottesdienst in der Kirche Reiden

Der Chor präsentierte Stücke aus seinem Konzertprogramm: «Es hat für Dich keinen Platz gegeben».

Bilder: Angelika Naydowski

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Eine bewegte Ära geht zu Ende
Ein herzliches Vergelt’s Gott den Ordensschwestern der Marienburg

Am Fest Maria Empfängnis füllte sich die 1965 eingeweihte Kirche auf der Marienburg Wikon bis fast auf den letzten Platz. Über 100 Besucher versammelten sich im Abendgottesdienst, um mit Vertretern der Pfarrei und dem Kirchenrat Reiden-Wikon sowie der Gemeinde Wikon die Ordensschwestern des Benediktinerinnen Klosters zu verabschieden. Seit 1891 prägten die Dienste und das Wirken der Ordensschwestern nicht nur das Bild der Pfarrei und der Gemeinde, nein ihr Engagement erstreckte sich weit über die Dorfgrenzen hinaus. Nun heisst es Abschied nehmen. Ab Ende Februar 2019 wird Sarnen ihr neues Zuhause sein.

Wehmut lag in der Luft, als Pfarradministrator Jarosław Płatuński die Anwesenden begrüsste. Er sprach wohl vielen aus dem Herzen als er sagte: «Der Verlust von etwas Kostbarem, von etwas Liebgewonnenem hat ihr Recht und kann nicht übersprungen werden.»

So berichtete Pastoralassistent Mathias Mütel über die Geschichte des von der gebürtigen Wikonerin Sr. Maria Gertrud Leupi 1891 gegründeten Benediktinerinnenkloster auf der Marienburg. Mit dem klösterlichen Leben fiel auch der Startschuss für das Mädcheninstitut, in welchem junge Frauen aus der ganzen Schweiz ihre obligatorische Schulbildung abschlossen oder in Sprachkursen die deutsche Sprache erlernten. Dieses bis 2003 geführte Institut, wie auch die Schwesterngemeinschaft haben Wikon nachhaltig geprägt.

Gemeinderätin Michaela Tschuor faste weitere wichtige Eckdaten aus der Geschichte der Marienburg zusammen und erzählte von wunderbaren Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Wie etwa, als Schwester Benedikta als Kindergärtnerin tätig war oder als die schwere Urne ins Kloster getragen wurde, damit die Schwestern zur Abstimmung schreiten konnten.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński bezog sich in seiner Ansprache auf Beispiele aus der Bibel, in denen Aufbruch und Neubeginn beschrieben wurden und betonte: « So sehr es nämlich einerseits zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen gehört, sich im Vertrauten und Liebgewonnenen Sicherheit und Beheimatung zu verschaffen und Fremdem, Ungewohntem zu misstrauen, so sehr mutet uns andererseits unser Glaube zu, wachsam die Zeichen der Zeit zu bedenken, offen zu sein für neue Herausforderungen und mutig den scheinbaren Halt im Gewohnten loszulassen, weil wir wissen, dass letztlich nur Gott uns Halt geben kann.»

Von allen Seiten wünschte man den Benediktinerinnen einen gesegneten Neuanfang in Sarnen.

Einen musikalischen Höhepunkt im Gottesdienst setzten Manuela Baumgärtner mit ihrem Gesang, begleitet von Bruno Kaufmann an der Orgel.

Zum Schluss bedankte sich die sichtlich berührte Priorin für die wertschätzenden Worte aller Redner, die Geschenke und den feierlichen Gottesdienst. Als Geschenk erhielten die Ordensschwestern eine Fotografie der Kirche Wikon, das Wikoner Wappen und ein Gästebuch.

Beim Anschliessenden Apéro wurden noch viele schöne Erinnerungen ausgetauscht und Eintragungen ins Gästebuch geschrieben. Was die Zukunft der Marienburg bringt, ist noch offen.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Aus der Spielgruppe WIkon
Und plötzlich klopfte es an der Tür!

Am Mittwoch, 5. Dezember klopfte es plötzlich an der Tür. Der Samichlaus besuchte die Spielgruppe Wikon. Alle Kinder waren hocherfreut und auch ein bisschen nervös.

Der Samichlaus erzählte von sich selbst, woher er kommt, was seine Aufgaben sind und warum der Schmutzli immer schwarz ist. Lorentina fragte:«Samichlaus, ich war im Wald und hab dein Haus gesehen. Wohnst du wirklich da?» «Ja, klar», antwortete der Samichlaus «und der Schmutzli hilft mir beim Heizen, deshalb ist er immer so schwarz, weil er Feuer machen muss.» «Und wo ist der Schmutzli?», wollt Lorentina weiter wissen. «Er ist gerade dran, Geschenke für alle Kinder aus Wikon und Reiden vorzubereiten.», verriet der Samichlaus. Die Kinder trugen einen Vers vor und bekamen im Anschluss ein prall gefülltes Samichlaus Säckli.
Die Spielgruppe Wikon bedankte sich ganz herzlich beim Samichlaus und der Pfarrei Reiden Wikon. Isabelle Niggli meinte: «Eine schönere Überraschung konnte man den Kinder gar nicht machen, als einen Besuch vom Samichlaus in den Räumlichkeiten der Spielgruppe.»

Text und Bilder: IN

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Der Mann mit dem goldenen Bischofsstab zu Gast im Gottesdienst in Wikon
Samichlaus, lehr au üs, a andri dänke

Am 1. Dezember hielt der Samichlaus an der Seite von Pfarradministrator Płatuński und den Ministranten Einzug in die Kirche Wikon. Dies erfreute Kinder und Erwachsene gleichermassen. Dankend nahmen Gross und Klein am Schluss ihr Chlaussäckli entgegen.

Wenn der Mann mit dem langen Bart und dem leuchtend roten Kleid aus seinem Leben erzählt, hören alle gespannt zu. Dies war auch bei den Gottesdienstbesuchern in Wikon so. Schnell wurde ihnen klar, dass es dem Samichlaus schon immer ein Anliegen war, anderen Menschen zu helfen. Vieles was ihn dazu bewegte, lehrten in die Geschichten, die ihm seine Mutter als Kind erzählte oder aus der heiligen Schrift vorlas. Ganz nach dem Motto: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es. In diesem Sinne hielt auch Jarosław Płatuński seine Botschaft zum Start der Adventszeit. Er segnete die Adventswurzel, entzündete die erste Kerze und ermunterte die Gemeinschaft mit den Worten: «Gott hat uns einen Weg bereitet, damit wir zu ihm finden. Darum lasst uns Wege von Menschen zu Menschen legen und füreinander Lichter anzünden».

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Start zur Erstkommunion 2019 in der katholischen Kirche Reiden
Die Familienkette geht auf Wanderschaft.

Am vergangenen Christkönigsonntag segneten Katechetin Helene Bühler und Pfarrer Jarosław Płatuński die Familienkette ein. Nun begleitet sie die Kinder und deren Eltern während der ganzen Vorbereitungszeit und über die Erstkommunion hinaus.

Jede Familie behält die Familienkette zwei Wochen bei sich zu Hause. Wann die Familienkette weitergereicht wird, entscheidet jede Familie selbst. Jedoch sollte jede Weitergabe, beziehungsweise jeder Empfang der Familienkette bewusst gestaltet werden. Jedes Erstkommunionkind kreiert entweder ganz persönlich, oder zusammen mit der Familie, ein Bild, das mit Farben, Fotos, als Collage, usw. gestaltet werden kann.

Das Thema der Erstkommunion im Jahr 2019 lautet: «Du bist ein Ton in Gottes Melodie». Im Gottesdienst am Christkönigsonntag, der ganz feierlich vom ökumenischen Chor unter der Leitung von Walter Ziörjen und Bruno Kaufmann an der Orgel begleitet wurde, haben sich die Kinder mit den Eltern und allen Gläubigen mit verschiedenen Fragen auseinandergesetzt. «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» Dieses Zitat aus dem Buch «Der kleine Prinz» von Antoine de Saint-Exupéry kommt für manche knapp hinter der Bibel oder knapp davor. Allerdings: Automatisch gut sieht man auch mit dem Herzen nicht. Deswegen feierten die Gläubigen das feierliche Fest Christkönigsonntag und den offiziellen Start der Erstkommunionvorbereitung.

Alle gingen mit unterschiedlichen Fragen und Emotionen nach Hause, um den Glauben in seiner ganzen Vielfalt zu leben und Freude an den christlichen Werten im Alltag zu haben. Wo kann ich Gottes Spuren sehen. Wo habe ich sie schon entdeckt? Wann und wo bin ich glücklich? Wem kann ich mich anvertrauen? Wann ist mein Leben wie eine schöne Musik?

Pfarrer Jarosław Płatuński segnete nach dem Gottesdienst die selbstgemachten Adventsgestecke der Pfadi Reiden. Der Verkauf konnte beginnen.

Text: BB
Bilder: Alexandra Arnet

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Ministrantenaufnahme 2018 Reiden und Wikon

Die Ministrantengruppe Reiden-Wikon durfte am Wochenende vom 17. / 18. November 2018 insgesamt 6 neue Ministrantinnen und Ministranten aufnehmen. Die Gottesdienste standen unter dem Thema: «Wie ein Licht auf dem Leuchter». Das Symbol dafür war die Kerze. So war die Rede von einem dunklen Raum, der von einer einigen Kerze erhellt wurde und von Jesus, der als Licht in die Welt kam, um die Menschen zu erleuchten. Letztendlich galt dieses Symbol nicht nur den neuen Ministranten, sondern für alle Christen: «So sollten wir als Christen eigentlich füreinander leuchten, wie die Kerze auf einem Leuchter».

Im zweiten Teil waren die Ministranten unter sich - alte wie neue. Dabei ging es ums Kennenlernen, die  Übergabe des Geschenkes (ein Rucksack mit dem Mini-Logo) für die neuen Minis, die Ernennung der neuen Ober-Minis, aber auch die Verabschiedung von insgesamt 8 Minis. So beträgt jetzt die Anzahl der Minis Reiden-Wikon: 58 Ministrantinnen und Ministranten. Die Ministranten-Aufnahme wurde abgerundet mit einem Film / Bilder und Pizza-Essen.

Text: Johannes Pickhardt
Bilder: zvg

Impressionen aus Wikon:

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Impressionen aus Reiden:

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Aus der Reihe: Impulse und Denkanstösse für ein missionarisches Kirche-Sein heute
«Leidenschaftlich dazu gesandt, anderen Leben zu geben»

Am 7. November kam Dr. Michael Meyer in die katholische Pfarrgemeinde in Reiden, um bei einer Hl. Messe und anschliessendem Vortrag mit Diskussion mit den Teilnehmenden über den Begriff der Mission und deren Bedeutung für die Kirche nachzudenken. Nachdem für mehrere Jahrzehnte der Begriff «Mission» in der katholischen Öffentlichkeit aus der Mode gekommen war - nicht zuletzt aufgrund alter kulturchauvinistischer Bilder, die mit dem Begriff in Verbindung gebracht werden -, erfreut sich der Begriff heute einer Renaissance. Meyer hatte nach langer Erfahrung in der Mission in Bolivien und als Mitarbeiter bei Missio Aachen seine Doktorarbeit über die Spiritualität der Mission verfasst und konnte von daher aus einem reichen Wissens- und Erfahrungsschatz Impulse für die Diskussion geben.

Gleich zu Beginn stellte er klar, dass Mission nicht Zwang oder Gewalt bedeuten; vielmehr bedeutet der lateinische Begriff zunächst einmal «Sendung». Von daher ist Mission zunächst erstmal etwas, was in Gott angelegt ist. «Der dreifaltige Gott ist so ideenreich, dass er die Welt und die Menschen ins Leben ruft. Das ist die <missio Dei>, die Sendung Gottes in die Welt». Diese Sendung Gottes vollzieht sich in der Menschwerdung Jesu Christi, durch die Gott, seinen Sohn zur Welt sendet, um den Armen die Heilbotschaft zubringen, den Gefangenen die Freilassung zu künden, die Blinden aufblicken zu lassen und den Unterjochten in die Freiheit zu senden (vgl. Lk 4). Die Sendung der Kirche wiederum ist es Kraft des Heiligen Geistes diese Mission Jesu Christi fortzusetzen und sich als Zeichen und Werkzeug für das Reich Gottes in den Dienst nehmen zu lassen. Von daher versteht sich auch der Satz des Zweiten Vatikanischen Konzils, dass die Kirche «ihrem Wesen nach missionarisch» (Ad Gentes 2) ist. Von daher ist Mission nicht etwas was dem Zeugnis der Kirche hinzugefügt werden müsste, vielmehr ist die Mission ein Grundzug der Kirche. Bei der Mission geht es um den Wesenskern der Kirche (vgl. Paul VI., Evangelium Nuntiandi 14). Mission ist somit nicht etwas, was in fernen Ländern geschieht, sondern jede kirchliche Aktivität steht unter dem Anspruch der Mission. Von daher misst sich der Erfolg aller Strukturreformen und Erneuerungsprozesse in der Kirche daran, ob es Menschen ermöglicht wird, «mit der heilenden und befreienden Botschaft des Evangeliums in Kontakt zu kommen». Des Weiteren ging Michael Meyer auf Papst Franziskus` Enzyklika Evangelii Gaudium, der ausgehend von seiner Begegnung mit den Flüchtlingen auf Lampedusa betont, dass Mission immer ein Herausgehen aus dem Gewohnten an die Peripherie zu den Ausgegrenzten und Ausgestossenen ist. Von daher lud Meyer ein zu fragen: Für wen sind wir in der Kirche in Langnau, Richenthal und Reiden-Wikon in besonderer Weise da? Wo lassen wir uns finden? Wo dienen wir dem Mehr an Leben? Aber wer hinausgeht und die gewohnten Grenzen verlässt, wird auch verändert, herausgefordert, irritiert, aber auch inspiriert. Das bedeutet, dass der Dialog und nicht der Monolog Kennzeichen einer missionarischen Kirche ist, die sich auch selbst beschenken, bereichern und auch in Frage stellen lassen will. Von daher ist das Gesetz aller Mission da «Aufeinander hören» und das «voneinander lernen». In diesem Zusammenhang berichtete Meyer von seiner Erfahrung als Missionar in Bolivien, wo der Satz formuliert wurde: «Wir sind ausgezogen, um zu evangelisieren - und wurden selbst zu Evangelisierten». Von daher sind wir als Kirche «leidenschaftlich dazu gesandt, anderen Leben zu geben» und gerade dadurch auch Leben zu empfangen. In diesem Sinne steht und fällt das Leben der Kirche damit, ob sie ernst macht mit ihrem missionarischen Anspruch. Wie Madeleine Delbrêl treffend sagte heisst es für die Kirche: «Mission ou Demission» - Mission oder Abtreten».

Es war ein spannender Abend und die angeregte Diskussion konnte beim anschliessenden Aperò noch weitergeführt und vertieft werden.

Text: Mathias Müttel
Bilder: Esther Hirsiger

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Gottesdienst mit anschliessendem Pfarreibrunch
Liebe Dich so wie Du bist

Am 4. November fand nach dem Gottesdienst in der katholischen Kirche in Reiden erneut der üppige Pfarreibrunch statt, der von den Gottesdienstbesuchern dankbar angenommen wurde. Auf diese Weise wurde einmal mehr deutlich, dass die gottesdienstliche Gemeinschaft und die gelebte Gemeinschaft beim Essen und in der Geselligkeit untrennbar zusammen gehören.

Einer der jüngsten Gottesdienstbesucher hatte extra seine Familie zum Kirchgang motiviert, da er sich so auf den Brunch und das Lied «Laudate omnes gentes» im Gottesdienst gefreut hatte. In seinem Predigtwort ging Pastoralassistent Mathias Mütel auf das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe ein. Er lud dazu ein, das Augenmerk auf das «wie Dich selbst» zu lenken, da sowohl die Nächstenliebe als auch die Gottesliebe nur funktionieren, wenn man es schafft, sich selbst anzunehmen und als liebenswert zu begreifen. Denn nur wer sich von Gott lieben lässt, wird fähig, selbst ein Liebender zu werden. Gerade weil es durchaus schwierig ist, sich selbst anzunehmen, sollte man Jesu Wort «werdet wie die Kinder» ernst nehmen. Denn ein Kind wird die Aussage: «Du bist richtig gut» erstmal bejahen. Ein Kind hat auch noch weniger Probleme damit, sich vor den Spiegel zu stellen und zu sagen: «Ich bin N.N. (nomen nominandum [lat.: »der Name ist noch zu nennen«]) und ich bin grossartig!», zu sagen. Wenn wir Erwachsenen das tun sollen, fällt der Anteil derer, die das ohne Probleme schaffen, deutlich geringer aus. Das aber sei, so Mütel, eine der wichtigsten Glaubensübungen. Denn das ist es, was Gott uns durch seine Menschwerdung in Jesus Christus sagen will: Du bist liebenswert, Du bist schön. Du darfst und sollst Dich selbst annehmen, denn auch Gott nimmt Dich an und liebt Dich so wie Du bist.

Text: Alexandra Müttel
Bilder: Alexandra Arnet

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Der Chor cantus firmus aus Zofingen sang in der Kirche Reiden
Was willst Du, dass ich Dir tue?

Am vergangenen Sonntag erklang der Gesang des Chors cantus firmus, Zofingen von der Empore der katholischen Kirche Reiden. Der Chor stand unter der Leitung von Adrian Zinniker. Bruno Kaufmann übernahm die Begleitung an der Orgel. Heilung und Rettung waren die grossen Themen der Bibeltexte und der Ansprache, im von Pfarradministrator Jarosław Płatuński, Pater Dieter Böhler SJ und Pastoralassistent Mathias Mütel gehaltenen Gottesdienst.

«cantus firmus» bedeutet «feststehender Gesang», das heisst, eine festgelegte Melodie wird von anderen Stimmen aufgenommen und umspielt, ohne selbst besonders weitgehend verändert zu werden. Das zum Einzug gewählte «Ave verum corpus» (W. A. Mozart) berührte durch seine schlichte Schönheit. Weiter glänzte der Chor mit «Das Gläut zu Speyer» (L. Senfl), dem Tantum Ergo (A. Bruckner) sowie Cantique de Jean Racine (G. Fauré). Mit grossem Applaus wurde der gelungene Auftritt gewürdigt.

Das Jesu einem Blinden die Frage stellt «Was soll ich dir tun?», erscheint auf den ersten Blick erstaunlich, da es eigentlich offensichtlich ist, was dieser Mann braucht. Aber Jesus will eine wahrhaftige Begegnung und nimmt den Menschen in seiner Freiheit ernst. Mathias Mütel hielt die Ansprache und hob die bedeutsamen Schritte der Heilungsgeschichte des Bartimäus hervor. Wer die Frage «Was willst Du, dass ich Dir tue? stellt, von dem wir intensives Zuhören abverlangt. Wer um Hilfe bittet, sollte sich bewusst werden was er fühlt, braucht oder will und wo Heilung nötig ist. Pastoralassistent Mütel betonte: «Wenn wir uns immer mehr in die hörende Haltung Jesu und in die nachspürende Haltung des Bartimäus hineingeben, werden wir bestimmt immer häufiger die kleinen und grossen Wunder, bzw. die Heilungen Gottes in unserem Alltag erleben.»

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Erfolgreiche Märlistunde in der Spielgruppe Wikon
«Vater Bär und sini Lusbuebe» brachtren Kinder zum Lauschen und Staunen

Es wurde Platz gemacht in der Spielgruppe Wikon für die erste «Märlistunde» mit Hanni Golling und ihrer Schwester Ingrid. Zahlreiche Mädchen und Knaben lauschten den Geschichten über «Vater Bär und sini Lusbuebe»

Ein grosses Dankeschön geht an die Eltern sowie an die fleissige Helferin im Hintergrund, Erika Scheidegger, und an die Pfarrei Reiden-Wikon, vor allem an Angelika Naydowski und die Familie Kaufmann.

Herzlichen Dank für’s Kommen! Schön war’s mit Euch und bis zum nächsten Mal.

Isabelle Niggli, Spielgruppe Wikon

 

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Ein Sonntag für die Kirche in der Welt

Der vorletzte Sonntag im Oktober ist in der katholischen Kirche der sogenannte Weltmissionssonntag. Diakon Martin Brunner-Artho, Direktor von Missio, war Gast in den Gottesdiensten in Wikon, Richenthal und Langnau und zur Bedeutung dieses Sonntags.

Wir sollten nicht vergessen, dass es neben den sechs Bistümern in der Schweiz in der ganzen Welt noch weitere 3010 gibt (fides.org). Auch in Bangladesch, Malawi, Bolivien usw. fühlen sich Menschen von Jesus angesprochen und bemühen sich ihr Leben in ihrem je eigenen Umfeld nach christlichen Werten zu gestalten. In diesem Jahr steht Peru im Zentrum der Kampagne. Nicht das Peru der Anden und Lamas, sondern jenes schier endlosen Weiten des Amazonasgebietes. Auch dort wirkt die Kirche. Mit ihren sehr beschränkten Mitteln will sie hinausgehen zu den Menschen und Hoffnung teilen. Bischof Juan Oliver von Requena, den Missio im vergangenen Jahr besucht hat, unterstützen gerade mal sechs Priester, obwohl sein Bistum doppelt so gross ist wie die Schweiz. Zum Glück kann er auf die Unterstützung der Laien zählen.

«Welches sind die beiden Teile der Bibel?»

Nein, es seien nicht das Alte und das Neue Testament, erklärt Brunner, es sei Gott und der Mensch. Ein Bibeltext zu hören, löst etwas aus und ein Dialog zwischen dem Wort Gottes und dem Menschen kommt zustande. Diese Einsicht stammt aus den Kirchen in Afrika, wo das Zuhören eine besondere Bedeutung hat. So geben sich die Ortskirchen gegenseitig immer wieder wertvolle Impulse.

Das wichtigste Gebet aller Christen - das Vaterunser – wird im plural gebetet. «Es wird wohl niemand allein zuhause ein Vatermein beten», so Brunner, denn dieses Gebet schliesst immer auch andere Menschen ein, auch wenn sie irgendwo in der Welt leben. Durch die Kollekte, die an diesem Sonntag in der katholischen Kirche weltweit aufgenommen wird, werden finanzschwache Ortskirchen in Lateinamerika, Afrika und Asien unterstützt. «Das macht die Kirche zu einer besonderen Gebets-, Lern- und Solidargemeinschaft», schliesst Brunner.

Kirche in der Welt

Diakon Martin Brunner-Artho in der Kirche von Langnau b. Reiden (Foto: A. Brunner)

Weitere Informationen und Fotomaterial:
https://www.missio.ch/weltkirche/monat-der-weltmission/presse.html

Der in Langnau wohnhafte Diakon Martin Brunner-Artho ist seit 2012 Direktor von Missio, welche im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz die Kampagne für diesen Sonntag in der Schweiz leitet.


Vietnamesische Mission zu Gast am Tag der Völker
Gottesdienst mit fernöstlichem Flair

Am Sonntag, 14. Oktober, feierte die Pfarrei Reiden-Wikon in der Kirche Reiden den Tag der Völker. Zu Gast war die vietnamesische Mission. Pfarrer Jarosław Płatuński und Pfarrer Joseph Pham Van standen dem zweisprachigen Gottesdienst vor. Unter der Leitung von Sang Dao zeigte der vietnamesische Chor sein grossartiges Können.

In einer gemeinsam gefeierten Hl. Messe im September 2016, vergab die Kirchgemeinde Reiden-Wikon der Zentralschweizer Sektion der vietnamesisch-katholischen Gemeinde das offizielle Gastrecht. Seither fanden in der Kirche Wikon schon viele vietnamesische Gottesdienste statt. Gross war die Freude auf beiden Seiten, wieder einmal einen gemeinsamen Anlass zu zelebrieren. Katholische Messen werden auf der ganzen Welt gleich gefeiert. Kulturelle Anpassungen jedoch sind erlaubt und bieten eine willkommene Bereicherung. Die Gottesdienstbesucher aus Reiden genossen den fernöstlichen Einfluss und bestaunten die farbenfrohen Nationaltrachten Namens Áo dài, in denen viele der Vietnamesinnen erschienen. Die von Chorleiter Sang Dao gewählten Lieder wurden stimmgewaltig vorgetragen und mit Piano, Geigen und Cello begleitet. Aber auch deutschsprachige Kirchenlieder, begleitet vom Organisten Bruno Kaufmann, fanden ihren Platz.

Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?
Pfarrer Jarosław Płatuński beschrieb in seiner Predigt den Weg in den Himmel und dass es auf diesem keine Sonderangebote gibt. Er sagte: «Ob einer in den Himmel kommt, hängt davon ab, woran sein Herz hängt. Hängt es an Jesus allein, ist der Himmel offen. Verlassen wir uns auf das, was wir können und haben, was wir tun oder lassen, dann bleiben wir verloren» Beide Pfarrer verdankten allen Mitwirkenden ihr grosses Engagement und den Gläubigen das Erscheinen. Letztere bekundeten mit grossem Applaus ihre Begeisterung für die Feier.

Beim anschliessenden Apéro im Pfarreizentrum wurden die Gäste mit köstlichen, selbstgemachten Frühlingsrollen verwöhnt. Angeregte Unterhaltungen und frohes Lachen waren zu hören. Der Tag der Völker zeichnete sich durch schöne und erfrischende Begegnungen aus.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Bruder-Klaus-Fest in Wikon

Die Gemeinschaft, ein Puzzle in dem jeder wichtig ist

Am Samstag, 22. September, wurde in Wikon das Bruder-Klaus-Fest gefeiert. Das Fest rund um den Kirchenpatron Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus, bietet immer wieder Gelegenheit sich Gedanken über die Gemeinschaft und das Leben in der Pfarrei zu machen. Angelika Naydowski und Michaela Tschuor taten dies mit Jugendlichen aus Wikon. Im Festakt wurde auch die bedeutsame Arbeit von Erika Bättig gewürdigt. Seit zehn Jahren ist sie als Katechetin in der Pfarrei Reiden-Wikon tätig. Die Formation Brassence der Musikgesellschaft Reiden sorgte für den musikalischen Rahmen.

Jeder der schon mal ein Puzzle zusammengefügt hat, weiss, dass dies nur gelingt, weil passende Teile es zusammenhalten. Dies stellten auch die Jugendlichen in ihrer Sprechpredigt fest. Kritisch hinterfragten sie am Beispiel eines Puzzles, welches das Pfarreileben darstellt, die Vor- und Nachteile einer Gemeinschaft. Fest stand, in der Pfarrei Reiden-Wikon wird keiner zurechtgestutzt. Jeder darf sich mit seinen Gedanken, Ideen und seinem Mittun einbringen. Keiner wird unter Druck gesetzt, aber er muss sich festlegen, damit man sich auf ihn verlassen kann. Weiter wurde beschrieben, dass ein Puzzle zeigt, wie aus verschiedenen kleinen bunten und kantigen Teilen ein wunderschönes Ganzes wird, Ja, man muss das Ganze im Blick haben. Wer mit offenen Augen und wachen Sinnen durch die Welt geht, der sieht das Ganze. Jeder, egal wie alt, hat seine eigenen Aufgaben in einer Gemeinschaft. Jeder Mensch ist einzigartig an der Stelle, wo er steht. Und wenn einer fehlt, dann entsteht eine Lücke, wie in einem Puzzle. Und wer schon einmal ein Puzzleteil verloren hat, weiss, dass damit das ganze Puzzle nutzlos wird.

Viel Herzblut und ein Lachen auf den Lippen
Erika Bättig ist seit zehn Jahren als Katechetin in der Pfarrei Reiden-Wikon tätig. Pfarrer Jarosław Płatuński gratulierte der Jubilarin im Namen der ganzen Kirchgemeinde. «Du bist fast für jeden Spass zu haben und in all den Jahren sehe ich dich mit einem Lachen auf den Lippen. Die Kinder mögen deine einfühlsame Art.», lobte der Pfarrer und meinte weiter: «Nur jemand wie du, der Kompetenz und Freude an der Arbeit hat, erreicht so gute Ergebnisse. Den Beruf, welchen du mit viel Liebe ausübst, bieten wir dir mit Freuden noch lange an.

Die Festgemeinde verdankte den gelungenen Einsatz aller Mitwirkenden mit grossem Applaus. Beim anschliessenden Apéro konnte man sich austauschen oder den modernen Rhythmen der Brassence lauschen.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Der Engel von Silja Walter

Mensch sein ist wundervoll

Was ist ein Engel? Was ist ein Mensch? Was würde ein Engel tun, käme er gerade jetzt, in unserer von vielen Kriegen, von Flüchtlingselend und Fremdenhass geprägten Welt als Flüchtlingshelfer einer Asylantenfamilie zur Erde?  Am 21. September fanden die Besucher im Pfarreizentrum Reiden, im vom THEATER 58 aufgeführten Schauspiel «Der Engel», Antworten und wurden zum eigenen Denken und Handel herausgefordert.

Im Theaterstück von Silja Walter, das auf dem alttestamentlichen Buch Tobit aufbaut und von Regisseur André Revelly neu bearbeitet wurde, führt der Erzengel Rafael, eine ihm anvertraute Flüchtlingsfamilie, in ein Land wo Frieden herrscht. Doch der Schein trügt. Machtgehabe, Erfolgsdruck und Ausländerfeindlichkeit machen vor den Geflohenen nicht halt. Die Familie lässt ihren Helfer trotz dieser Tatsachen nur mit Widerwillen bei sich wohnen, da er mit seinem Wesen Verunsicherung und gegenseitiges Unverständnis stiftet. Doch der Erzengel bleibt, will plötzlich Mensch werden, auf seine Engelskräfte verzichten und diese gegen ein Mensch sein mit allen Konsequenzen austauschen. Denn: Selbst Gott, so Rafael, habe niemals vorgehabt, als Engel zu leben, sondern wollte Mensch werden. «Mensch sein ist wundervoll!», ruft er und will sein wie sie: Ohne Heimat. Verfolgt. Geächtet. Vertrieben. Aber Mensch sein heisst auch, einen Vulkan in sich tragen. Rafael wird Mensch und begegnet jener Zerrissenheit, die als das Gute und Böse, das in jedem Menschen steckt, bezeichnet wird.

Am Ende des Stückes blieb es für einen Moment ganz still im Saal. Dann folgte der grosse Applaus. Für fünf Schauspieler, die es verstanden, das Publikum mit ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz zu begeistern. Unter der Regie von André Revelly wurde das grossartige Werk, der 2011 verstorbenen Silja Walter, mit den starken Bildern und wortgewaltigen Texten, die auch heute noch eine grosse Kraft versprühen, zum ergreifenden Erlebnis. Im Namen der Pfarrei Reiden-Wikon sowie allen Besuchern, bedankte sich Pfarradministrator Jarosław Płatuński bei den Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen für die meisterhafte Leistung. Beim anschliessenden Apéro fanden angeregte Gespräche mit dem Ensemble statt.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Ministranten Reiden-Wikon, Langnau, Richenthal

Die Minis im Europa-Park in Rust

Am 15. September genossen die Ministranten aus Reiden-Wikon, Langnau und Richenthal mit ihren Begleitpersonen einen unbeschwerten Tag im Europa-Park. Gesund und munter kamen alle wieder zu Hause an.

Bilder: Johannes Pickhardt / zvg

Impressionen:

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Erntedankfest Wikon mit Jodlerclub Heimelig Reiden und Trachtengruppe Reiden

Die Schule des Gartens lehrt Geduld, Dankbarkeit und Sorglosigkeit

Erntedank heisst: Gott danken für die Ernte des Jahres, für die Früchte der Erde, die Schönheit der Schöpfung und die Fülle im Leben. Pfarradministrator Jarosław Płatuński tat dies im Gottesdient vom 15. September in Wikon, in dem er seine Gedanken über den Garten mit der Festgemeinde teilte. Der Jodlerclub Heimelig Reiden mit seiner Begeisterung am «Jutzen» und Singen und die Trachtengruppe Reiden mit ihrer Freude am Tanzen.

Es gibt ein chinesisches Sprichwort: «Gib einem Mann eine Flasche Wein, und er ist einen Tag lang glücklich. Gib ihm eine Frau, und er ist ein Jahr lang glücklich. Gib ihm einen Garten, und er ist ein Leben lang glücklich.»

Der Garten
Jarosław Płatuński vermittelte drei für ihn wichtige Erkenntnisse, die er in der Schule des Gartens fand. Geduld: Pflanzen wachsen nicht schneller, wenn ungeduldig an ihnen gezupft wird, denn das Wachsen und Reifen der Pflanzen folgt seinen eigenen Gesetzen. Derjenige, der immer alles sofort haben will, der das Ergebnis nicht abwarten kann und hineinpfuscht in den Lauf der Dinge, der zerstört alles. Wer aber Geduld hat, wer warten kann im Vertrauen auf Gottes Führung und Vorsehung, der ist stark. Dankbarkeit: Der Garten ist dankbar. Die investierte Mühe wird vielfach vergolten. Welch Freude schenkt die Natur zurück, alle Gewächse geben ihr Bestes, wenn sie nur ein wenig gepflegt werden. Sorglosigkeit: «Sorgt euch nicht um euren Leben!» (Mt 6,25) Der Pfarrer sieht darin die wohl beste Einladung unseres Lebens und verkündete: «Ihr braucht euch keine Sorgen um euer Leben zu machen, denn ihr könnt euch das Leben nicht selbst besorgen. Leben ist in jeder Sekunde ein Geschenk von Gott. Überlasst Gott die Sorge um euer Leben!»

Kräftigen Applaus ernteten der Jodlerclub Heimelig und die Trachtengruppe. Die beiden Gruppen verdankten dies beim anschliessenden Apéro mit selbstgemachten Köstlichkeiten und luden alle zur «Teilete» der, von den Menschen aus der Pfarrei, reich gefüllten Körbe ein.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Spielgruppe Wikon

Helle und freundliche Räume

In den Sommerferien wurden die Räumlichkeiten der Spielgruppe Wikon einer sanften Renovation unterzogen. Alte Regale wurden durch neue ersetzt. Durch die Maler Arnold AG aus Reiden bekamen Wände, Türen und Heizkörper einen neuen Anstrich. Pünktlich zum Spielgruppenbeginn waren die Arbeiten abgeschlossen. Gross und Klein erfreuen sich nun an den hellen und freundlichen Räumlichkeiten.

Information aus dem Kirchenrat

Bilder: Beatrix Bill 

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Vortragsabend zur Jugendsynode 2018

Der Papst im Dialog mit Jugendlichen aus aller Welt

Am 12. September fand um 19.30 die erste Veranstaltung der Reihe: «Impulse und Denkanstösse für ein missionarisches Kirche-Sein heute» im Pfarreizentrum Reiden statt. Thema des Abends war die Jugendsynode, die im Oktober 2018 in Rom stattfindet,  bzw. das Vorbereitungstreffen zu dem der Papst 300 Jugendliche aus aller Welt geladen hatte.

Eine Teilnehmerin dieses Treffens, die 24jährige Theologiestudentin Medea Sarbach, berichtete sehr lebendig und anregend von ihren dortigen Erfahrungen. Sie berichtete von der Bereicherung des Zusammenkommens so vieler unterschiedlicher Menschen, die miteinander in den Dialog traten und stellte das von den Jugendlichen verfasste Abschlussdokument vor.

Dem frischen Impuls folgte eine angeregte Diskussion im Podium, die beim anschliessenden Aperò fortgeführt wurde.

Text: Mathias Mütel
Bilder: Johannes Pickhardt

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Dr. Agnell Rickenmann und Joël Eschmann sprachen über die Anforderungen im Priesterberuf

Wir sind keine Giraffen mit Heiligenschein

In den Gottesdiensten vom vergangenen Wochenende wurde in den Kirchen Langnau, Richenthal, Reiden und Wikon in einer Dialogpredigt aufgezeigt, was es bedeutet in der heutigen Zeit Theologie zu studieren.
Dr. Agnell Rickenmann, seit September 2017 Regens des Seminars St. Beat, Luzern und Joël Eschmann, Priesteramtskandidat im Bistum Basel zeigten im Besonderen die Anforderungen des Priesterberufs auf.

Herz von Gott berührt
Dr. Agnell Rickenmann, er stand den Eucharistiefeiern vor, begrüsste die Besucher mit den Worten: «Wir sind keine Tiere aus dem zoologischen Garten. Keine Giraffen mit Heiligenschein, die von oben herabschauen. Wir sind Menschen wie sie, die den Weg suchen, ein Leben aus dem Glauben zu leben.»2019 wird er sein 30-Jahre-Jubiläum als Priester feiern. Über all die Jahre hat ihn ein Satz aus einer Anekdote seiner Primiz Feier begleitet. Auf die Frage einer Mutter, wer der Mann da auf der Strasse sei, bekam sie von ihrem kleinen Jungen zur Antwort: «Es ist der Priester und er ist der Freund von Jesu.» Die Freundschaft mit Jesus zu pflegen gehört zu Dr. Rickenmanns Motivation in seiner Berufung. Denn Jesus habe wunderbare, befreiende Botschaften. Auch Joel Eschmann, geboren 1981, früher Schulleiter, Doktorat in Geschichte, fühlt sich schon seit seiner Jugend vom Wort Gottes angesprochen. Für ihn sind es die Vorgaben Jesu, die zu einem gelingenden Leben führen. Die Gebote Gottes sieht er nicht als Verbote, sondern als Wegweiser in ein grösseres «Land», nach dem sich die Sehnsucht vieler Menschen richtet.

Warum eben doch?
Mit der Wahl eines theologischen Berufes stehe man oft vielen Vorurteilen gegenüber und die Frage: «Wieso hältst Du den Kopf für eine Kirche mit Fehlern hin?» keine Seltenheit. Für den Priesteramtskandidaten Eschmann sind die Jünger und Jüngerinnen, die ihr gewöhnliches Leben zurückgelassen haben und Jesus nachgefolgt sind, Vorbilder. Sie geben ihm Kraft zu seiner selbst getroffenen Entscheidung zu stehen. Er habe das Privileg nicht einfach eine Arbeit auszuüben, sondern einen Dienst. Den Dienst, den Menschen zu dienen.

Befreit für das Leben
Um aus der Gottverbundenheit den Menschen begegnen zu können, bedeutet auch in die Tiefe sehen, sein Inneres und Äusseres transparent machen. Regens Dr. Rickenmann gab den Gottesdienstbesuchern ein Zitat von Albert Einstein auf den Weg. «Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!»

Text und Bilder: Beatrix Bill 

Impressionen aus dem Gottesdienst in Richenthal:

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Schulanfangsgottesdienst in Wikon

Am 20.August startete das neue Schuljahr 2018/2019 in Wikon mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Wir wünschen allen Schüler und Schülerinnen, den Lehrpersonen und Eltern ein gutes Jahr und Gottes Segen.

Bilder: Angelika Naydowski

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Die Aufnahme Mariens in den Himmel unter freiem Himmel gefeiert

Am Mittwoch, 15. August fanden rund 60 Personen den Weg zur Wendelinskapelle im Reider Lätten. Unter strahlend blauem Himmel, inmitten der Natur wurde das Fest Mariä Aufnahme in den Himmel gefeiert. Der alte und schöne Brauch der Kräutersegnung fand ebenfalls Platz. Die mitgebrachten Sträusse aus Heilkräutern wurden von Pfarradministrator Jarosław Płatuński im Gottesdienst gesegnet. Sepp Lütolf sorgte mit seinem Alphornspiel für den musikalischen Rahmen. Die Alphornklänge fügten sich wunderbar in die malerische Landschaft ein. 

«Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Himmel hören? Der siebte Himmel der Liebe? Überschwang der Gefühle? Der Himmel auf Erden oder eher ganz nüchtern: das Weltall? Diese Fragen stellte Pfarrer Jarosław Płatuński zu Beginn seiner Predigt. In den verschiedenen Religionen wird mit Himmel der Ort bezeichnet, an dem Gott oder andere gottähnliche Wesen weilen, der gleichzeitig auch der Ort vollkommener Seligkeit nach dem Tod der Erlösten ist. Pfarrer Płatuński stellte fest, dass es beim heutigen Fest auch um eine Ursehnsucht des Menschen geht. Denn jeder Mensch sehne sich letztlich nach einem Ort oder Zustand, der im Halt und Geborgenheit gäbe und ihm vermittle: Hier darfst du sein, wie du bist.

«Den Himmel auf Erden können wir keinem Menschen bieten», meinte er. Seine Schlussworte waren: «Beim Blick zum Himmel werden wir wohl keinen Gott und auch keine Maria entdecken, aber vielleicht weckt die Liebe zu einem Mitmenschen oder die Weite des Weltalls in uns das Staunen und die Sehnsucht, am Ende unseres Lebens mit Leib und Seele einmal dort anzukommen, wo wir mit Liebe und Freude erwartet werden: im Leben und im Licht Gottes».

Allen Mitwirkenden wurde mit Applaus gedankt. Der Duft der Kräuter begleitete die Besucher mit auf den Heimweg. Dieser wurde von vielen wieder zu Fuss in Angriff genommen.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Patrozinium St. Anna Kapelle Reidermoos

Was ist der Sinn des Lebens?

Am Sonntag, 22. Juli wurde im Reidermoos das Patrozinium der Kapelle St. Anna gefeiert. Die heilige Anna ist die Mutter Marias und damit Grossmutter Jesu. Ihr Name steht für Liebe, Gnade und Anmut. Rund 70 Gäste wurden auf dem Schulhausplatz von Pastoralassistent Mathias Mütel zum feierlichen Gottesdienst begrüsst. Anstelle der Orgel erklang das Alphorn, gespielt von Sepp Lütolf, Reiden. Für den Gesang sorgte das Jodelchörli «Freu di Härz» aus Reiden.

«Was ist der persönliche Sinn ihres Lebens?» Mit dieser gar nicht leicht zu beantwortenden Frage eröffnete Pastoralassistent Mütel seine Predigt. Er berichtete vom alttestamentlichen Hirtenbild und übertrug dieses auf die heutige Zeit als Zielorientierung für ein gelingendes, erfolgreiches Leben. Einem Leben, in dem es letztlich darauf ankommt, dass man das, was man tut, so wichtig und erfüllend findet, dass man sich wirklich damit identifiziert.

Die Gottesdienstbesucher lauschten dem Alphornspiel von Sepp Lütolf. Die Klänge rollten mal sanft, mal kräftig, gar wehmütig über die Landschaft. Mit Stücken wie «Sunnestrahle» von Hannes Fuhrer oder «Summertag» von Ernst Sommer sang sich das Jodelchörli «Freu di Härz» in die Herzen der Zuhörer. Gross war der Applaus für das Können der Musizierenden.

Nach dem Gottesdienst pilgerten alle zur St. Anna Kapelle. Der Pastoralassistent lud auch hier zum gemeinsamen Gebet ein und segnete die Kapelle sowie die Anwesenden. Zurück auf dem Schulhausplatz lud ein erfrischender Apéro zum verweilen ein. Ein schönes Fest endete im munteren Austausch.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Man erkennt den Irrtum daran, dass alle Welt ihn teilt.

Jean Giraudoux, franz. Diplomat
u. Schriftsteller (1882 - 1944)


 Die KIRCHE ist „ihrem Wesen nach
 MISSIONARISCH!“
(Vatikanum II, Ad gentes 2)

 Die röm. kath. Pfarreien Langnau, Richenthal  
 und Reiden-Wikon präsentieren die neue Reihe:

 Impulse und Denkanstösse zu einem
 missionarischen Kirche-Sein heute


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Nächstes Thema:
Liturgie und Kirchenerneuerung

Referentin: Dr. Gunda Brüske

Mittwoch, 29. Oktober 2019, 20.00
Pfarreizentrum Reiden