Archiv 1. Halbjahr 2020

Freuen wir uns, wenn ein anderer zum Zuge kommt?

Am Sonntag, 28. Juni, feierte die Pfarrei Reiden das Geburtsfest ihres Kirchenpatrons Johannes der Täufer. Sein selbst gewähltes Motto lautete: Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński beschrieb ihn den Gottesdienstbesuchern als einen Propheten, der die Menschen damals am Jordan durch grosse, kritische Reden beeindruckte. Klare, deutliche Worte, die nicht immer auf Gegenliebe stiessen. Er predigte ihnen soziale Gerechtigkeit. Klein beigeben war nicht seine Sache. Genau deswegen kannte er auch seine Grenzen. Der Pfarrer erklärte: «Johannes der Täufer hatte das Selbstbewusstsein, das man braucht, um diese Grenzen anzuerkennen, um die Grösse anderer anzuerkennen. Er wusste, wer wirklich der Messias ist, konnte hinter diesen Jesus zurücktreten und auf ihn deuten: Er ist es! Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.»

Zum Schluss wünschte Jarosław Płatuński sich und allen den Mut, öfter mal einen solchen Satz zu sagen, um mit Grösse jemand anderen wachsen zu sehen und sich daran zu erfreuen, dass der andere zum Zuge kommt.

Das Bläsertrio Familie Djoukeng aus Reiden und Organist Bruno Kaufmann sorgten mit ihrem musikalischen Können für eine feierliche Atmosphäre, was mit grossem Applaus verdankt wurde.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Willisauer Bote | Freitag, 19. Juni 2020 | Ausgabe Nr. 48

Pfarrer Platunski geht neue Wege

Im August feiert Jaroslaw Platunski sein 10-jähriges Jubiläum als Pfarreileiter. Seine Zeit im Wiggertal neigt sich jedoch dem Ende: Der Pole verlässt die Pfarrei 2021 auf eigenen Wunsch.

> Zeitungsbericht von Pascal Vogel


Versöhnungsweg «Thema Scherben» 2020

Die Viertklässler sind in der Woche vom 15. Juni – 21. Juni 2020, einen besonderen Weg gegangen. Begleitet von Mutter, Vater oder einer Bezugsperson gingen sie auf den Weg der Versöhnung. In der Bruderklauskirche in Wikon wurde der spezielle Weg von den Katechetinnen Erika Bättig und Christine Kaufmann aufgestellt.

«Wo sind Scherben in meinen Leben?»
Am Anfang des Weges lagen viele Tonscherben auf einem grossen Haufen. Mit einer Scherbe in der Hand gingen die Kinder auf den Weg zur Versöhnung. Sie dachten an verschiedenen Plätzen über sich und ihr Verhalten anderer gegenüber nach. Im Gespräch mit der Begleitperson redeten sie über ihr Verhalten, was sie gut machen aber auch, was sie besser machen könnten. Solche Momente zu beobachten, erwärmen das Herz einer Katechetin. Die Kinder lassen sich auf Gespräche, fragende Blicke, Stille und besondere Gedanken ein, zusammen mit ihren Begleitpersonen. Ein grosses Bravo an euch, liebe Kinder.

Die Themenplätze waren:

  • Mein Erbe
  • Meine Familie
  • Meine Freizeit
  • Meine Zeit in der Schule
  • Meine Beziehung zur Schöpfung
  • Mein Glaube
  • Meine Lebensspirale
  • So ist Versöhnung

Bei der letzten Station trafen sie auf eine brennende Osterkerze, welche neben einem Kreuz stand. Mit der Schuldscherbe in der Hand wurde dort ein Reue-Gebet gesprochen. Danach durfte die Scherbe beim Kreuz niedergelegt werden. Mit einem Dankesgebet und dem Verzieren eines neuen Topfes, welcher dann mit drei zarten, jungen Blumensetzlingen bepflanz wurde, beendeten sie den Versöhnungsweg. Drei Setzlinge als Zeichen der Dreifaltigkeit. Wir hoffen für alle, dass die Pflanzen nun auch prächtig wachsen und zum Erblühen kommen.

Ganz herzlichen Dank

  • Den Kindern und Begleitpersonen für das wunderbare Mitmachen auf dem Versöhnungsweg
  • Den Eltern für die Unterstützung
  • Allen, die in irgendeiner Form zum guten Gelingen beigetragen haben

 

Erika Bättig und Christine Kaufmann, Katechetinnen

Bilder: Christine Kaufmann

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Pfingsten 2020

Am 29. Mai lief unsere Pfingstaktion ab. Sie hatten die Möglichkeit, alles was Sie in letzter Zeit schön einstimmte oder enttäuschend war, auf einen Zettel zuschreiben und in den Gedankenschachteln der Kirchen Reiden und Wikon zu deponieren.  

Am Pfingstfest wurden diese beiden Gedankenschachteln unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingesegnet und angezündet. Alle darin enthaltenen Anliegen wurden dem lieben Gott empfohlen. So wie der Weihrauch emporstieg, sollten auch unsere Anliegen zu Gott emporsteigen und von Ihm erhört werden.

Bilder: Johannes Pickhardt

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Bischofsvikariat St. Viktor

Offizielle Mitteilung:

  • in den Pfarreiblättern
  • an die Mitarbeitenden aller Pfarreien
  • auf den Homepages ab Juni 2020

Leitung der Pfarreien

  • Langnau – Maria Himmelfahrt
  • Pfaffnau-Roggliswil – St. Vinzenz
  • Richenthal – St. Cäcilia
  • Urban – Maria Himmelfahrt

Ab 1. August 2020 wird Frau Edith Pfister-Ambühl die Gemeindeleitung der vier Pfarreien Langnau, Pfaffnau-Roggliswil, Richenthal und St. Urban übernehmen, dies unter Vorbehalt der Wahl durch den Regierungsrat des Kantons Luzern.

Zum gleichen Termin wird Bischof Felix Gmür den Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal kanonisch errichten und Frau Pfister als Pastoralraumleiterin ernennen. Herr Godwin Ukatu wird Leitender Priester des Pastoralraumes. Herr Sepp Hollinger wird als Diakon für den ganzen Pastoralraum mit Schwerpunkt in St. Urban tätig sein. Die Pfarrei Reiden-Wikon, Johannes der Täufer wird ab 1. August 2021 zum Pastoralraum dazugehören.

Die kanonische Errichtung des Pastoralraumes mit Begrüssung und feierlicher Ernennung von Frau Pfister-Ambühl als Pastoralraumleiterin, Herrn Ukatu als Leitender Priester und Herrn Hollinger als Diakon wird am 23. August 2020 stattfinden.


Friede, Freude, Freundschaftsdienste
Die Ostertüte war ein richtiger Aufsteller

Mit der Aktion «Ein himmlisches Geschenk» wurden die Angehörigen der Pfarrei Reiden-Wikon und das örtliche Gewerbe mit einem besonderen Päckli vor Ostern überrascht. Die Freude war riesig.

Zuspruch, gute Gedanken, Farbe, Genuss sowie Nützliches verpackt in einer Tüte, um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Die Initianten Jarosław Płatuński und Lisbeth Morgenthaler waren überwältigt von den positiven Rückmeldungen.

Die Telefone liefen heiss, E-Mails füllten den Posteingang, mit dem nötigen Abstand freudiges Zurufen bei zufälligen Begegnungen. Die Mitarbeiter des Seelsorgeteams und der Kirchenrat sind berührt von der Welle, die ausgelöst wurde. Pfarradministrator Płatuński betonte: «Es ist gut zu wissen, dass wir mit dieser Aktion Zusammengehörigkeit, Freude und Zuversicht verbreiten konnten. Es stimmte mich hoffnungsvoll und gab Mut, die Karwoche und Ostern unter den für uns alle ungewohnten Umständen zu zelebrieren. Im Namen des Seelsorgeteams und des Kirchenrats bedanken wir uns für alle Dankesworte, guten Wünsche und blicken gemeinsam mit Ihnen auf Gott gesegnete Wege aus der Krise.»

Zu ehren sei auch der grosse Einsatz der Helfer, die sich um den Inhalt der Tüten gekümmert hätten und die logistischen Abläufe bis hin zur Verteilung bewältigten.

Die Rückmeldungen der Bevölkerung

Rückmeldungen, die mit Zustimmung der genannten Personen veröffentlicht werden dürfen:

  • Iris Meier, Reiden:
    «Herzlichen Dank für die liebe, feine Überraschung vor der Tür – eine andere Art des Osterhasen. In diesem Sinne sind wir offen für die Geschenke des Himmels und eine besinnliche Woche.» Iris Meier, Reiden
  • Françoise Bühler, Wikon:
    «Was für eine schöne Überraschung heute Morgen auf dem Briefkasten. Es ist schön zu wissen, dass man an uns Ältere denkt. Merci vielmals. Seid aber wachsam und passt auch auf euch auf, wir brauchen euch alle. Ich denke aber auch an alle, die an der Front stehen und diejenigen, die trotzdem arbeiten müssen. Wir werden diese Krise durchstehen. Wir werden siegen.» Françoise Bühler, Wikon
  • Franz und Irma Tuder, Reiden:
    «Recht herzlichen Dank für die nette Osterüberraschung. Ein kleiner Lichtblick in diesen schweren Tagen.» Franz und Irma Tuder, Reiden

Text und Bild: Beatrix Bill

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Feine Sachen waren in der Ostertüte zu finden.
Den Begleitbriefen wurde ein Lesezeichen mit zwei Gebetsformen beigefügt.

Hier geht es zum Zeitungsbericht:
> Die Ostertüte war ein richtiger Aufsteller


Freitag, 3. April 2020, Willisauer Bote, Nr. 26

Ein himmlisches Geschenk

REIDEN Das Seelsorgeteam und der Kirchenrat haben sich in dieser für alle schwierigen Zeit zusammengetan und eine spezielle Aktion ins Leben gerufen: Sämtliche Pfarreiangehörigen erhalten vor Ostern ein besonderes Päckli.

von Pascal Vogel

Gottesdienste: abgesagt. Apéros: abgesagt. Palmbinde-Aktion: abgesagt. Das Zusammenkommen ist in Zeiten der Corona-Krise untersagt, das öffentliche Leben beinahe zum Stillstand gekommen. Es fehlen die sozialen Kontakte, die Gespräche, das gemeinsame Singen und Lachen. Um wieder Licht in den Alltag der isolierten Menschen zu bringen, haben sich Pfarradministrator Jaroslaw Platunski und Kirchmeierin Lisbeth Morgenthaler am Telefon beraten und darüber nachgedacht, wie den Menschen trotzdem Zuversicht übermittelt werden kann.

«Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe»

«Ein positives Zeichen» setzen war das Ziel der Initianten. Jaroslaw Platunski und Lisbeth Morgenthaler entwickelten die Idee, allen Angehörigen der Pfarrei und Kirchgemeindemitgliedern noch vor Ostern eine frohe Botschaft zu überbringen, ein Paket mitsamt Begleitbrief. In ihren Überlegungen liessen sie auch das leibliche Wohl nicht aussen vor. So enthält das Paket nebst der schriftlichen Botschaft von Kirchgemeinde und Seelsorge etwas Trink- und Essbares sowie einen nützlichen Gebrauchsgegenstand. Berücksichtigt wurde dabei das örtliche Gewerbe. «Die Situation ist für Privatpersonen, aber vor allem auch für Gewerbetreibende äusserst schwierig. Sie machen eine harte Zeit durch», sagt Jaroslaw Platunski. «Mit unserer Aktion wollen wir nicht nur den Pfarreiangehörigen und Kirchgemeindemitgliedern Zuversicht schenken, sondern auch den Gewerbetreibenden. Wir schlagen quasi zwei Fliegen mit einer Klappe.» Beliefert werden sollen rund 1900 Adressen.

«Gut investiertes Geld»

Für die spezielle Aktion im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise haben Jaroslaw Platunski und Lisbeth Morgenthaler einen Kredit über rund 26 000 Franken beim Kirchenrat beantragt. Dieser kann für nicht vorhersehbaren Aufwand im Einzelfall bis zu zwei Prozent der Kirchensteuereinnahmen beschliessen. «Klar ist das viel Geld», sagt Platunski, «aber es ist gut investiert. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir auch und vor allem in dieser schwierigen Zeit zusammenstehen und die Krise gemeinsam bewältigen.»

Text: Willisauerbote, Pascal Vogel, Redaktor, Ressort Wiggertal
Bild: zvg

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Kirchmeierin Lisbeth Morgenthaler und Pfarradministrator Jaroslaw Platunski
lancieren eine Aktion, um den Menschen eine kleine Freude zu bereiten.

Hier geht es zum Zeitungsbericht:
> Ein himmlisches Geschenk


Vorbereitungen für die Erstkommunion 2020
Wikon: Dekoteam malt mit SchülerInnen für die Erstkommunion

Bilder: Christine Kaufmann

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Ökumenischer Weltgebetstag 2020 aus Zimbabwe
«Steh auf, nimm deine Matte und geh deinen Weg!»

Am 06. März fand im Pfarreizentrum der ökumenische Weltgebetstag statt. Die Frauen Reiden luden zum besinnlichen Anlass ein. Mit den Worten der Zimbabwerinnen wurde für Frieden und Wohlergehen in Zimbabwe und auf der ganzen Welt gebetet.

Im Anschluss tauschten sich die BesucherInnen in gemütlicher Runde aus.

Bilder: Sabine Sommer

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NEWA Ensemble zu Gast in Reiden und Wikon

Das NEWA Ensemble aus St. Petersburg machte auf seiner Tour durch Europa Halt im Wiggertal. Mit Ausschnitten aus ihrem Programm «Aus Russland mit Liebe» begeisterten sie die Gottesdienstbesucher in den Kirchen Reiden und Wikon.

Die drei Profimusiker Olga Romanovskaja, Mezzosopran, Olga Kozina, Sopran, und Boris Kozin, Bariton, bereicherten am 29. Februar und 01. März die Messen mit russisch-orthodoxem Kirchengesang. Ob als Solisten, im Duett oder als Trio, ihre kraftvollen, meisterhaft nuancierten Stimmen betonten die Schönheit und Tiefe der sakralen Lieder auf beeindruckende Weise.

Mit dem Beginn der Fastenzeit standen die 40 Tage und Nächte, die Jesus in der Wüste gefastet hatte, im Zentrum der Feier. Pfarradministrator Jarosław Płatuński leitete daraus ab, wie jeder einzelne in der Zeit bis Ostern mit dem richtigen Mass eine erfrischende Oase finden kann, die seinem Leben neue Kraft verleiht. Er ermunterte die Zuhörer mit den Worten: «Gott macht keinen Druck, doch er mutet uns zu, uns selbst so anzunehmen, wie wir sind. Denn er tut es auch.»

Mit grossem Applaus wurde das NEWA Ensemble verabschiedet.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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> Alles Liebe zum Muttertag


Besuch aus Ägypten

Der koptisch-katholische Bischof von Assiut, Kyrillos Kamal William Samaan, Ägypten, besuchte auf Einladung von Kirche in Not, unter der Leitung von Frau Lucia Wiki-Rensch, die Pfarrei Reiden.  Am 11. Februar feierte er den Gottesdienst um 9.00 und  hielt anschliessend einen Vortrag über die Lage der Christen in Ägypten. Das Land am Nil erlebte in den vergangenen Jahren eine Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit. Christen wurden oft Opfer wegen ihres Glaubens.

Das Christentum war im Gebiet des heutigen Ägyptens vor der Islamisierung im 7. Jahrhundert die dominierende Religion. Der Evangelist Markus soll um das Jahr 50 in Ägypten missioniert haben. Heute bezeichnen sich je nach Quellen zwischen 6% und 12% der Bevölkerung Ägyptens als Christen. Die meisten Christen gehören zur koptisch-orthodoxen Kirche, der Papst Tawadros II. vorsteht. Die römisch-katholischen Christen machen weniger als 1% der Bevölkerung aus.

Ägypten wurde zurzeit Nassers nicht als religiöser, sondern als sozialistischer Nationalstaat definiert. Viele Ägypter emigrierten als Arbeitssuchende in den 1980er- und den 1990er-Jahren in das erdölreiche Saudi-Arabien, wo sie mit dem islamisch-wahabitischem Gedankengut in Kontakt kamen und es nach Ägypten brachten. Ägyptische Christen werden seither in der Gesellschaft verstärkt ausgegrenzt. In den Medien werden alle Nichtmuslime als „Kuffar“ (Ungläubige) bezeichnet. In der Politik sind wichtige strategische Schlüsselpositionen – mit Ausnahmen - Muslimen vorbehalten.

Nach dem Sturz des Diktators Hosni Mubarak gelang es den Muslimbrüdern mit dem Präsidenten Mohammed Mursi von Sommer 2012 bis 2013 die Regierung zu stellen. Hatten es die Christen unter Mubarak schon schwer, so wurden sie von den Muslimbrüdern als Fremde im eigenen Land bezeichnet. Seit der Präsidentschaft von Abd al-Fattah as-Sisi sieht es für die Christen wieder besser aus, so dürfen Kirchen wieder gebaut werden und inoffiziell erstellte Bauten werden nun vom Staat als Eigentum der Kirchen anerkannt. Über 1700 Gebäude konnten so in einen legalen Status überführt werden. Doch die Anschläge der Extremisten gehen auch unter as-Sisi weiter. Als Attentäter im November 2018 einen Bus mit koptischen Christen angriffen, gab es 7 Tote. 19 Pilger wurden verletzt.

Kyrillos Kamal William Samaan wurde am 1. Oktober 1946 in Shanaynah, Ägypten, geboren und empfing am 10. Juni 1974 das Sakrament der Priesterweihe. Am 16. Mai 1990 wählte ihn die Synode der koptischen katholischen Christen zum Bischof der Eparchie Assiut. Kyrillos Samaan spricht unter anderem gut Deutsch. Gemäss Bischof Samaan hat sich die Situation der Christen in Ägypten unter Präsident Abd al-Fattah as-Sisi stark verbessert.

Mit anschliessendem Kaffee und sehr vielen Fragen, die an den Herrn Bischof gerichtet wurden, haben wir über die heutige Lage der Christen in verschieden Ländern diskutiert. 

Text und Bilder: Jarosław Płatuński

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Die «Schlömpf» aus Reiden zu Gast im Gottesdienst
Einstimmung auf die närrische Zeit

Die 5. Jahreszeit hielt im Sonntagsgottesdienst vom 9. Februar zum 8. Mal in Folge Einzug in der Kirche Reiden. Die Guggenmusik der «Schlömpf Reiden» ertönte unter der Leitung von Luca Vonarburg von der Empore ins Kirchenschiff hinunter. Pfarradministrator Jarosław Płatuński beleuchtete den Glauben für einmal in gereimter Form auf humorvolle Weise.

Seine Ansprache zeigte, dass im Glauben Frieden und Fröhlichkeit zu finden ist, die dazu ermuntert den Mitmenschen im Alltag mit einem Lächeln und freundlichen Worten zu begegnen. Denn kleine Impulse pflanzen sich zum Nächsten fort. Der Pfarrer sagte: «Da wird ganz deutlich, wie gross und wichtig jeder Einzelne ist,» und er unterstrich: «Was immer wir tun, sei es böse, sei es gut, steckt andere an, ob zu Freud oder Wut.» Zum Schluss brachten seine Witze die frohgesinnte Gemeinde zum Schmunzeln. Alle Mitwirkenden wurden mit langanhaltendem Applaus verdankt.

Beim Platzkonzert offerierten die «Schlömpf» den Gästen warme Getränke und spielten weitere Kostproben aus ihrem Repertoire.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Abt Christian Meyer aus Engelberg segnete die Pietà ein.
Das Gnadenbild der Muttergottes und seine Rolle

Am Sonntag, 02. Februar fand in der Kirche Reiden die feierliche Einsegnung der Pietà dem Gnadenbild der Muttergottes statt. In einem umgebauten Beichtstuhl fand die von der Marienburg kommende Leihgabe einen würdigen neuen Standort. Die Besonderheit dieser Pietà ist, dass die stehende Maria ihren toten Sohn stehend in den Armen hält. Ein Bild, dass europaweit nur viermal zu finden ist. Abt Christian Meyer, der seit 2010 das Benediktinerkloster Engelberg verantwortet, stand dem Gottesdienst zur Maria Lichtmess vor und segnete die Pietà.

Im Vorfeld wurde seit dem 1. Dezember im Sonntagsgottesdienst eine Novene zu Ehren der Muttergottesstatue gebetet. Geladene Gäste und zahlreiche Besucher von nah und fern kamen, um nun auch den feierlichen Akt der Einsegnung in der Gemeinschaft zu feiern. Abt Christian hielt seine Ansprache in Anlehnung an das von Pater Césard gelesene Evangelium vom Zeugnis des Simeon und der Hanna. Zwei alte Menschen, die nie aufgaben, die Herausforderungen Gottes annahmen und auf dem Weg des Glaubens blieben. Er sagte: «Eine Herausforderung an uns alle. Denn wir Lebenden sind Lehren-Lernende ein ganzes Leben lang. Wir werden immer wieder von diesem Gott, der mit uns etwas vorhat, herausgefordert. Wie Simeon und Hanna oder Maria mit ihrem toten Sohn in den Armen. Herausgefordert, dass uns letztlich nur eines übrig bleibt, immer wieder diesem Gott zu vertrauen und sein Licht und seine Hoffnung in die Welt von heute zu tragen.»

«Maria breit den Mantel aus»

Michaela Tschuor, Gemeindepräsidentin Wikon, richtete ihr Wort an die Festgemeinde und beschrieb die Gemeinsamkeiten des bekannten Liedes «Maria breit den Mantel aus» und der Pietà. Zum einen überstanden beide die damaligen Religionswirren zwischen Katholiken und Protestanten. Zum anderen hatten beide das Glück, dass man sich ihrer annahm, sie beschützte, als einen wertvollen Kultur- und Kirchenschatz, um ihnen dann überregional zu einem Durchbruch zu verhelfen. Georg Thurmair, Adolf Lehmann und Johann Hilber halfen mit, dass dieses Lied heute in vielen deutschsprachigen Kirchen gesungen wird. Sie betonte: «Mit dem Einzug der Pietà in das Gotteshaus in Reiden haben sich viele der Anwesenden dafür eingesetzt, dass die Pietà überregional an Bedeutung gewinnt, dass nun jeder den Weg zu ihr finden kann,» und sie sagte weiter: «Ein Stückchen Marienburg zieht nach Reiden und gibt der Pietà damit eine neue Rolle: eine verbindende Rolle, die nicht nur die Gläubigen der beiden Gemeinden Wikon und Reiden verbindet, sondern auch aufzeigt, dass der Prozess, der zu diesem heutigen Ereignis geführt hat, ein versöhnlicher Weg ist. Versöhnlich, weil er zeigt, dass trotz der vielen Veränderungen, die die Marienburg erlebt hat, etwas Wunderbares gelungen ist.»

Eine geschichtsträchtige Statue

Kirchenratspräsident Markus Husner verdankte viele Anwesende persönlich für ihren grossen Einsatz Rund um die Pietà. Denn als Abt Christian sich mit dem Anliegen des Gnadenbildes an Pfarradministrator Jarosław Płatuński wandte, stiess er auf offene Ohren. Der Pfarrer engagierte sich mit viel Herzblut und fand dabei Unterstützung von tatkräftigen, initiativen Menschen. Die katholische Kirchgemeinde stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung, um der Pietà aus der Marienburg in der von Philipp Affentranger geschaffenen Nische im Beichtstuhl, den würdigen Platz herzurichten. In der gedruckten Festschrift, die auch in der Kirche aufliegt, wurde die ganze Geschichte über die rund 620 Jahre alte Pietà erzählt.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński sprach weitere Dankeswort. Diese, sowie die musikalische Umrahmung von Franziska Lienhardt, Querflöte und Bruno Kaufmann, Orgel, wurden mit viel Applaus bekräftigt. Der Gottesdienst endete mit der Kerzen- und Brotsegnung. Wer mochte, konnte auch den Blasiussegen empfangen.

Beim anschliessenden reichhaltigen Apéro fanden rege Gespräche statt. Viele erfreuten sich am Wiedersehen mit den ehemaligen Nonnen der Marienburg, die als geladene Gäste den Weg von Sarnen nach Reiden fanden.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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Ministranten Reiden-Wikon
Schlittschuhlaufen in Olten

Impressionen vom 01.Februar

Bilder: Johannes Pickhardt

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Taufgelübteerneuerung und Rückgabe der Taufmuscheln
Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen

Im Gottesdienst vom 12. Januar zu Ehren der Taufe des Herrn wurden die diesjährigen Erstkommunikanten aus Reiden und Wikon nach ihrem Glauben befragt. Ihre Eltern hatten bei der Taufe für ihre Kinder «Ja, ich glaube» ausgesprochen. Nun konnten die Kinder sich selbst zu ihrem Glauben bekennen.

Die Katechetinnen Helene Bühler und Christine Kaufmann gestalteten mit den 3. Klässlern die Tauferneuerungsfeier. Wasser ist bei der Taufe ein wichtiges Element. Weshalb das so ist, verdeutlichte eine kleine Geschichte aus dem alten China. Wasser wird darin als gütig, freigiebig, gerecht, mutig, ausdauernd, zielbewusst, ja gar weise beschrieben. Und deshalb lehrt uns Wasser, wie wir leben sollen. In einem Dialog wurde die eigene Taufe in Erinnerung gerufen. Dabei stach heraus, dass Gott uns beim Namen gerufen hat, uns nicht allein lässt und uns liebt. Mit der angezündeten Taufkerze zeigt er, dass er es uns hell und warm machen will, weil wir ihm wichtig sind. Im Anschluss lud Mathias Mütel, der den Wortgottesdienst hielt, die Kinder und einen Elternteil zur Erneuerung des Taufversprechens ein. Zur Erinnerung daran bekam jedes Kind eine Flasche mit geweihtem Wasser.

Eingeladen waren auch die Eltern der in Reiden und Wikon getauften Kinder vom Juli 2018 bis Dezember 2019. Die Muschel, als Andenken an die Taufe, wurde ihnen am Gottesdienstende wieder zurückgegeben. Die Feier bot allen Besuchern die Möglichkeit, über ihren eigenen Glauben nachzudenken und ihn neu zu bekräftigen.

Text und Bilder: Beatrix Bill

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